Bundesliga: Bibiana Steinhaus und der Schritt zur Normalität

Glückwunsch: Hertha-Trainer Pal Dardai (r.) gratuliert Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zu ihrem Bundesliga-Einstand

Berlin.  Bibiana Steinhaus ist angekommen. Angekommen in Deutschlands höchster Fußball-Liga. Mit einer unaufgeregten Leistung bei ihrem Bundesliga-Debüt im Olympiastadion hat sie einen weiteren Schritt gemacht. Einen Schritt in Richtung Normalität. Der mediale Rummel vor ihrer ersten Partie war groß. Zu groß, wenn es nach Steinhaus geht.

Sie würde am Tag nach dem Spiel zwischen Hertha und Werder Bremen am liebsten gar keine Schlagzeile über sich lesen, hatte die 38-Jährige im Vorfeld erklärt. Nachdem ihr Traum mit der Berufung als Bundesliga-Schiedsrichterin im Mai in Erfüllung gegangen war, wird ihr dieser Wunsch allerdings wohl nicht gewährt. Sie will nicht als Frau im Mittelpunkt stehen, sondern anhand ihrer Leistungen gemessen werden.

Ibisevic bekommt keinen Elfemter

Die war am Sonntag souverän. Das bekam der Herthaner Alexander Esswein bereits nach einer halben Stunde zu spüren, als er bei Steinhaus antanzen musste, um sich mit Gegenspieler Robert Bauer nach einem kleinen Zwist gütig zu einigen. Natürlich kann über die eine oder andere Entscheidung diskutiert werden. In der Schlussviertelstunde wünschte sich der vehement reklamierende Vedad Ibisevic einen Elfmeter: Steinhaus lehnte ab. Der Hertha-Kapitän sagte nach dem Abpfiff: "Ich habe großen ­Respekt. Ich hätte nichts dagegen, in der Liga noch mehr Frauen zu haben."

Außerdem stellt sich die Frage, welcher Schiedsrichter in den vergangenen Spielzeiten in der Bundesliga ein Spiel fehlerfrei geleitet hat? Abwehrchef ­Sebastian Langka...

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