Bundesliga: ÖFB-Legende sieht Alaba bei Real Madrid

Dieser Tage um FC-Bayern-Star David Alaba. Wie etwa die tz am Donnerstag berichtete, sollen der FC Bayern und Manchester City an gedacht haben. So wäre Alaba nach Manchester übersiedelt und Leroy Sane nach München.

Klar ist: Der Vertrag des Österreichers in München endet im Sommer 2021. Sollte er kein neues Arbeitspapier unterschreiben, wäre der Sommer für den FC Bayern die letzte Chance, mit Alaba eine Ablösesumme zu generieren. Zusätzlich heuerte der 27-Jährige unlängst Star-Berater Pini Zahavi an. Dieser soll bereits Kontakt mit Manchester City gehabt haben.

Wie wahrscheinlich ist also ein Abschied des ÖFB-Kickers aus München? Glaubt man der österreichischen Torhüterlegende Franz Wohlfahrt, dann sehr wahrscheinlich. "In seinem Alter sind Gedanken an Veränderungen normal", sagt Wohlfahrt im Gespräch mit Sport1.

Auf "90 Prozent" taxiert der frühere Austria-Wien-Sportdirektor die Wahrscheinlichkeit, dass Alaba im Sommer wechselt. "Das hat gar nichts mit den Bayern zu tun", sagt Wohlfahrt. "Schon eher mit dem menschlichen Trieb, Neues kennen lernen zu wollen. Mit Bayern hat er alles gewonnen, mit einem neuen Klub hätte er neue Visionen." Doch wo geht es hin? "Ich sehe ihn eher bei Real Madrid", sagt Wohlfahrt.

Wechsel von Alaba zu Real? Stand jetzt kompliziert

Marcelo, langjähriger Stamm-Linksverteidiger und Publikumsliebling, könnte möglicherweise wechseln, doch mit Ferland Mendy kam auf Wunsch von Trainer Zinedine Zidane erst im vergangenen Sommer ein neuer Linksverteidiger für stolze 50 Millionen Euro von Olympique Lyon nach Madrid und zeigte bislang zufriedenstellende Leistungen.

Darüber hinaus steht mit Sergio Reguilon noch ein Mann aus der eigenen Jugend für die linke Abwehrseite zur Verfügung, der bei seinem Leih-Arbeitgeber FC Sevilla überzeugt und planmäßig Anfang Juli zurück in die spanische Hauptstadt kehren soll. Auch der noch an den BVB verliehene Achraf Hakimi könnte im Falle einer Rückkehr zur Not als Linksverteidiger auflaufen.

Und da Präsident Florentino Perez auf der Zielgerade seines Schaffens unbedingt den französischen Superstar Kylian Mbappe von PSG verpflichten sowie den über 500 Millionen Euro schweren Umbau des Estadio Santiago Bernabeu abschließen möchte, drängt sich die Frage auf, ob Real genug Geld für Alaba in der Hinterhand hätte. Zumal sich nach wie vor das Gerücht hält, Zidane poche intern vehement auf eine Verpflichtung von Manchester Uniteds wechselwilligem Mittelfeldmann Paul Pogba. Sollte sich Zidanes Wunsch erfüllen und Perez seinen Wunschspieler Mbappe bekommen, müssten sie in Madrid auch auf das Financial Fairplay achten.

 

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