Bundesfamilienministerin mahnt Verbesserungen für Alleinerziehende an

dpa-AFX

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) hat nach einer neuen Bertelsmann-Studie über Kinderarmut Verbesserungen für Alleinerziehende und Familien mit kleinem Einkommen angemahnt. "Kinderarmut ist eines der drängendsten Probleme in unserem Land", sagte sie am Mittwoch. Die nächste Bundesregierung müsse die Bekämpfung der Kinderarmut zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit machen. In den Koalitionsgesprächen habe man bereits ein milliardenschweres Paket zur Bekämpfung von Kinderarmut durchsetzen können.

Künftig soll der Kinderzuschlag für Einkommmensschwache erhöht werden, der bedürftigen Kindern ein garantiertes Existenzminimum sichern soll. Weiter soll das Kindergeld um 25 Euro pro Kind und Monat steigen und im Grundgesetz ein Kindergrundrecht verankert werden.

Nach der am Mittwoch veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung erhöht sich das Armutsrisiko von Familien mit jedem weiteren Kind. Demnach war 2015 rund jedes achte Paar (13 Prozent) mit einem Kind armutsgefährdet, rund jedes sechste Paar mit zwei Kindern (16 Prozent) und fast jedes fünfte (18 Prozent) mit drei Kindern. Als arm gelten demnach Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt.