SPD-Bundesbank-Shortlist mit Schnabel, Nagel, zwei weiteren

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(Bloomberg) -- Die SPD hat vier Personen in die engere Auswahl für die künftige Spitze der Bundesbank genommen. Darunter befinden sich Joachim Nagel, Isabel Schnabel und zwei weitere Kandidaten, berichtet eine mit den Überlegungen vertraute Person.

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Die SPD, die sich in den Verhandlungen zur Ampelkoalition das Vorschlagsrecht für die Nachfolge des scheidenden Bundesbank-Präsidenten Jens Weidmann gesichert hatte, wird die Personalie Ende der Woche mit den Koalitionspartnern besprechen, so die Person, die nicht namentlich genannt werden wollte.

Nagel, ein früherer Bundesbanker, der jetzt bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel wirkt, und die EZB-Direktorin Schnabel würden beide eine spürbare Änderung von mehr als einem Jahrzehnt unter Weidmann markieren. Weder Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies noch Jakob von Weizsäcker, der Chefvolkswirt des künftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz im Finanzministerium, sind in der engeren Auswahl, so die Person.

Nach dem überraschenden Rücktritt Weidmanns im vergangenen Monat ist das Amt des Präsidenten ab Januar vakant. Während seiner zehnjährigen Amtszeit stand Weidmann häufig im Mittelpunkt der Opposition gegen die ultralockere Politik und die Krisenhilfe der EZB, wenngleich er zuletzt die Reaktion der EZB auf die Pandemie unterstützte.

Der Wechsel an der Spitze der Institution fällt zusammen mit dem Ende der Amtszeit Angela Merkels, dem Beginn der Ampelkoalition unter Scholz und wieder aufflammender Teuerung, die im notorisch inflationsbesorgten Deutschland gerade die 6%-Marke erreicht hat, die höchste Rate seit 1992.

Überschrift des Artikels im Original:

Bundesbank Chief Shortlist Down to Nagel, Schnabel, Two Others

(Wiederholung vom Vortag)

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