Bundesbank holt Goldreserven schneller zurück als geplant

Die Bundesbank hat die Rückholung eines Teils ihrer Goldreserven aus dem Ausland früher abgeschlossen als geplant

Die Bundesbank hat die Rückholung eines Teils ihrer Goldreserven aus dem Ausland früher abgeschlossen als geplant. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Verlagerung von Goldreserven aus New York vorzeitig vollzogen worden sei, seien in diesem Jahr die noch verbliebenen rund 91 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt am Main geholt worden, teilte die Bundesbank am Mittwoch mit. In Paris befinde sich somit kein Gold mehr.

"Das gesamte Lagerstellenkonzept wurde damit insgesamt rund drei Jahre vor dem geplanten Termin abgeschlossen", sagte Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

Die Bundesbank hatte im Jahr 2013 angekündigt, bis 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in ihren eigenen Tresoren in Frankfurt einzulagern. Dazu wurden schrittweise rund 300 Tonnen Gold aus New York und rund 374 Tonnen Gold aus Paris in die Finanzmetropole am Main verlagert.

Beim Eintreffen in Frankfurt wurden laut Bundesbank alle Goldbarren auf ihre Echtheit überprüft. Bezüglich Echtheit, Feingehalt und Gewicht der Barren habe es keine Beanstandungen gegeben, teilte die Bundesbank mit.

Nun befinden sich 50,6 Prozent der Goldreserven in den Tresoren der Bundesbank in Frankfurt, 36,6 Prozent bei der US-Notenbank in New York und 12,8 Prozent bei der Bank of England in London. Insgesamt hat Deutschland 3378 Tonnen an Goldreserven.

Hintergrund der Rückholung waren Vorwürfe des Bundesrechnungshofs, wonach die Bestände im Ausland nicht regelmäßig überprüft würden.