Bundesarbeitsagentur sorgt sich um Ausbildung

·Lesedauer: 1 Min.
Bilden imme rweniger Betriebe weniger oder gar nicht aus, könnte sich der Fachkräftemangel vergrößern.
Bilden imme rweniger Betriebe weniger oder gar nicht aus, könnte sich der Fachkräftemangel vergrößern.

Fachkräftemangel herrschte schon vor der Corona-Pandemie. Ein Mangel an Ausbildungsplätzen dürfte diesen Trend verstärken. Vor allem im nächsten Jahr könnte es zu einem deutlichen Rückgang kommen.

Berlin (dpa) - Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele,
hat an die Unternehmen appelliert, bei der Ausbildung nicht
nachzulassen. «Nach der Pandemie ist der Fachkräftemangel genauso
wieder da wie vorher - und kann sich zu einer immer schlimmeren
Wachstumsbremse entwickeln», sagte er dem Redaktionsnetzwerk
Deutschland.

«Mein Appell an große und kleine Unternehmen ist: Bilden
sie bitte aus!» In diesem Jahr erwarte die Bundesagentur noch keinen
«Corona-Jahrgang» bei den Auszubildenden-Zahlen. Die Vermittlung in
Ausbildung verzögere sich zwar, aber sie funktioniere, erklärte
Scheele.

«Für das kommende Jahr machen wir uns, ehrlich gesagt,
größere Sorgen.» Denn: «Die Betriebe melden zurückhaltender
Ausbildungsstellen und Praktika.» Zudem hänge die Berufsorientierung
an den Schulen davon ab, dass die Schulen die Berater in der Pandemie
einließen.