Herbststurm "Herwart" beeinträchtigt Bahnverkehr – Sturmflutwarnung

Sturmflut in St. Peter-Ording im September

Herbststurm "Herwart" hat am Sonntag in Norddeutschland den Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn stellte nach eigenen Angaben in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Teilen Schleswig-Holsteins den Zugverkehr aus Sicherheitsgründen vorübergehend ein. Von den Sperrungen waren insbesondere auch die Fernverkehrsstrecken Berlin-Hamburg, Rostock-Hamburg, Bremen-Hannover und Dortmund-Hamburg sowie die Verbindungen von Hamburg nach Westerland, Kiel und Stralsund betroffen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern war der Zugverkehr demnach auf mehreren Strecken wegen umgestürzter Bäume und Äste in den Oberleitungen beeinträchtigt.

An der deutschen Nordseeküste droht unterdessen am Sonntagvormittag eine schwere Sturmflut. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab in der Nacht eine entsprechende Warnung heraus. Besonders stark betroffen könnten Hamburg und die angrenzenden Elbegebiete sein: Hier wird ein Pegel von bis zu 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet.

Im Wesergebiet könnten die Pegel zwei Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, an der nordfriesischen Küste rund 1,5 Meter. Die Warnung vor der schweren Sturmflut besteht nach Angaben des Bundesamts zunächst bis Sonntag um 10.00 Uhr (MEZ).

Das kräftige Sturmtief "Herwart" zieht seit der Nacht zu Sonntag und am Sonntagvormittag über die Nordosthälfte Deutschlands hinweg. Stellenweise werden Böen in Orkanstärke erwartet.