Bund will Veranstaltungsbranche und Messebau im November helfen

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BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung plant angesichts der verschärften Corona-Beschränkungen auch weitere Hilfen etwa für die Veranstaltungsbranche und den Messebau. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch in Berlin. Bei den Überbrückungs- und Nothilfen für Unternehmen würden weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht, "um vor allem denjenigen, die im November von einschränkenden Maßnahmen betroffen sind, unmittelbar zu helfen", sagte Heil. Bund und Länder wollten am Mittwoch drastische Beschränkungen bei Treffen, Veranstaltungen und Gastronomie beschließen.

"Darüber hinaus werden wir uns auch den Hilfen für Branchen nochmals zuwenden, die besonders betroffen sind. Ich nenne - nicht nur weil die hier in Berlin auf der Straße sind - die Veranstaltungsbranche und den Messebau", so Heil. In Berlin demonstrierten erneut Tausende Menschen aus der Veranstaltungsbranche für umfassendere staatliche Hilfen in der Corona-Krise.

Heil betonte aber, dass die Beschränkungen, die die Politik auf den Weg bringen wollte, nötig seien. "Corona ist die größte Herausforderung unserer Generation", sagte er.

Heil: "Wir kämpfen mit den Mitteln der Kurzarbeit und Überbrückungshilfen um jeden Arbeitsplätzen in Deutschland. Mit funktionierenden Arbeitsschutzkonzepten sorgen wir dafür, dass in den Betrieben und Verwaltungen auch in Coronazeiten gearbeitet und produziert wird." Er sagte: "Wir müssen unsere Volkswirtschaft klug durch diese Pandemie bringen."

Die im Grundsatz bereits beschlossene verlängerte Kurzarbeit sollte am Mittwochnachmittag ín erster Lesung im Bundestag beraten werden. Es geht um Anschlussregelungen für das - wegen weggebrochener Arbeit

- in vielen Betrieben massiv genutzte Kurzarbeitergeld ab Januar

2021. Die Bezugsdauer sowie die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge und die Erleichterungen für den Bezug des Kurzarbeitergeldes sollen im Wesentlichen bis Ende des Jahres 2021 verlängert werden.