Bund würde bei Airport-Rettung als Gegenleistung Anteile fordern

Birgit Jennen und William Wilkes
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Im Falle der staatlichen Rettung von Pandemie-geschädigten Flughäfen würde der Bund informierten Kreisen zufolge im Gegenzug Beteiligungen fordern.

Der Flughafen-Verband ADV drängt die Regierung, den Airports zur Abfederung der Corona-Belastungen nicht-rückzahlungspflichtige Zuschüsse zu gewähren. Nach ADV-Angaben droht den deutschen Luftfahrt-Drehkreuzen in diesem und dem vergangenen Jahr ein Verlust von insgesamt 3 Milliarden Euro.

Wie zu hören ist, würde das Bundesfinanzministerium eine solche Zuschussforderung zurückweisen. Stattdessen müsse es in diesem Fall für den Steuerzahler eine Beteiligung geben, hieß es. Eine offizielle Stellungnahme lehnte das Ministerium ab.

Vergangenes Jahr wurde der Bund größter Aktionär der Deutsche Lufthansa AG, der ein 9 Milliarden Euro schweres Rettungspaket gewährt wurde. Treibende Kraft dabei war die SPD, die mit Olaf Scholz den Finanzminister stellt.

Staatsanteile an Flughäfen würden wahrscheinlich auf Gegenwind stoßen. Bereits wegen der Rettung der Lufthansa kamen Protektionismusvorwürfe auf. Ryanair Holdings Plc drängte die Europäische Union, das Rettungspaket für die Airline zu blockieren. Auch dem Reisekonzern TUI AG und dem Ferienflieger Condor stand die Bundesregierung mit finanzieller Unterstützung bei.

Über die Erwägungen der Bundesregierung zu potenziellen Flughafen-Hilfen hatte zuerst das Handelsblatt berichtete.

Überschrift des Artikels im Original:Germany Would Demand Stakes in Airports in Return for Bailouts

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