Bund und Länder einigen sich auf weitere Corona-Maßnahmen

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Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich Bund und Länder am Dienstag auf weitere Maßnahmen gegen die weiter hohen Infektionszahlen geeinigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), kommt neben Markus Söder (CSU, l), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, sowie Michael Müller (SPD, r), Regierender Bürgermeister von Berlin, zu der Pressekonferenz nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen. In der Ministerpräsidentenkonferenz wurden weitere Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), kommt neben Markus Söder (CSU, l), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, sowie Michael Müller (SPD, r), Regierender Bürgermeister von Berlin, zu der Pressekonferenz nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen. In der Ministerpräsidentenkonferenz wurden weitere Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. (Bild: dpa)

Bund und Länder verlängern Lockdown bis Ende Januar

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Lockdown an Schulen und Kitas wird bis Ende Januar verlängert

Des Weiteren wird der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Bund und Länder verschärfen Kontaktbeschränkungen

Zudem werden die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verschärft. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Regeln für Einreise aus Corona-Risikogebieten werden verschärft

Auch die Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden noch einmal verschärft. Ab dem 11. Januar müssen sie nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise zwingend auf das Virus testen lassen. Darauf verständigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich am Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin, wie aus dem Beschlusspapier hervor geht. Die Quarantäne kann auch künftig durch einen zweiten Test nach fünf Tagen verkürzt werden, falls dieser negativ ausfällt.

Dem Beschluss von Bund und Ländern zufolge soll eine Musterverordnung des Bundes entsprechend geändert und dann von den Ländern umgesetzt werden. Der Bund behält sich zudem vor, zusätzliche Testpflichten für Länder zu erlassen, in denen das Ansteckungsrisiko wegen der Verbreitung von Mutationen des Virus oder hoher Infektionszahlen besonders groß ist.

Die Bundesregierung hat inzwischen etwa 150 der rund 200 Länder weltweit zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt vor Reisen dorthin. In Europa gibt es kaum noch Regionen, die kein Risikogebiet sind. Die Einstufung erfolgt, wenn in einem Gebiet mehr als 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert werden. Nach diesen Kriterien sind aber auch alle 16 deutschen Bundesländer Risikogebiete.

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