Bund und Länder wollen leistungsstarke Schüler fördern

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU)

Bund und Länder wollen leistungsstarke Schüler besser unterstützen. Für die am Dienstag offiziell gestartete Initiative stellen das Bundesbildungsministerium und die Länder in den kommenden zehn Jahren insgesamt 125 Millionen Euro bereit, wie das Ministerium und die Kultusministerkonferenz (KMK) mitteilten. In einer ersten Phase von 2018 bis 2022 nehmen demnach bundesweit 300 Schulen an dem Programm teil, die von den Ländern ausgewählt wurden.

Begleitet wird das Projekt von einem Forschungsverbund aus 15 Universitäten. Die Wissenschaftler würden gemeinsam mit den teilnehmenden Schulen eine "leistungsfördernde Schulkultur" entwickeln, erklärten Bildungsministerium und KMK. In einer zweiten Phase des Programms von 2023 bis 2027 sollen die entwickelten Konzept auf ihre Wirksamkeit überprüft und weiteren Schulen zur Verfügung gestellt werden.

"In vielen Klassenzimmern aller Schulformen sitzen unerkannte Talente", erklärte Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Mit der Initiative sollten diese Schüler frühzeitig entdeckt und gefördert werden. Eine "chancengerechte Bildungspolitik" bedeute auch, "den leistungsstarken und talentierten jungen Menschen die bestmöglichen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können".

Die amtierende KMK-Vizepräsidentin, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), hob ebenfalls hervor: "Die Identifikation und Förderung von Talenten sind genauso wichtig wie die Förderung von schwächeren Schülern." Das sei ein "zentrales Element der Bildungsgerechtigkeit".