Buchmann übersteht Härtetest am Monte Zoncolan - Bernal zieht davon

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Buchmann übersteht Härtetest am Monte Zoncolan - Bernal zieht davon
Buchmann übersteht Härtetest am Monte Zoncolan - Bernal zieht davon

Nach dem Härtetest am berüchtigten Monte Zoncolan war Emanuel Buchmanns Motivation ungebrochen. "Ich glaube, es war ein ziemlich guter Tag für mich", sagte der deutsche Radprofi, der auf dem schneebedeckten Berg in den Karnischen Alpen die Chance auf das Podium beim Giro d'Italia am Leben gehalten hatte.

Sicher, Egan Bernal im Rosa Trikot war ihm wie letztlich allen Mitfavoriten im bis zu 27 Prozent steilen Finale der 14. Etappe davongefahren. Trotzdem verteidigte der Deutsche vom Team Bora-hansgrohe als Etappen-13. den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Buchmanns Rückstand auf Rang drei und den Italiener Damiano Caruso (Bahrain-Victorious) betrug am Samstag 45 Sekunden. Es lägen "noch ein paar harte Etappen vor uns", so Buchmann.

Chancen, sich den Traum vom ersten Podiumsplatz bei einer großen Landesrundfahrt zu erfüllen, hat der Tour-Vierte von 2019 noch genug. Nach der mit 147 km vergleichsweise kurzen und eher unspektakulären 15. Etappe nach Gorizia am Sonntag folgt schon am Montag die nächste schwere Bergprüfung nach Cortina d'Ampezzo - dabei werden gleich drei Pässe über 2000 m Höhe (Passo Fedaia, Passo Pordoi, Passo di Giau) überquert. Bis zum Giro-Finale im Mailand am kommenden Sonntag stehen noch drei weitere Bergetappen sowie ein Einzelzeitfahren am Schlusstag an.

Auch für Bernal ist das eine große Herausforderung. Zweifel, dass er zumindest auch am zweiten Ruhetag am Dienstag das Rosa auf den Schultern trägt, ließ der Kolumbianer vom Team Ineos-Grenadiers am Monte Zoncolan nicht aufkommen.

"Ich habe versucht, ruhig zu bleiben. Ich bin in der Gesamtwertung gut platziert und muss nicht auf jeder Bergetappe attackieren", sagte Bernal, der vor dem Ziel doch allen davongefahren war.

Buchmann hatte sich lange an Bernals Hinterrad aufgehalten, konnte eine Tempoverschärfung des Briten Simon Yates (BikeExchange) aber anders als Bernal nicht kontern. Bernal attackierte später seinerseits. Sein Vorsprung vor der 15. Etappe auf den zweitplatzierten Yates betrug 1:33 Minuten. "Es sieht gut aus, aber man weiß nie. Ich muss fokussiert bleiben. Beim Giro kann alles passieren", sagte der Spitzenreiter.

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