Bsirske will kräftige Lohnerhöhung für Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen

Ende Februar beginnt die Tarifrunde für den Öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen

Verdi-Chef Frank Bsirske fordert eine kräftige Lohnerhöhung für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. "Wir kämpfen dafür, dass die Beschäftigten an der außerordentlich günstigen konjunkturellen Entwicklung teilhaben können", sagte Bsirske dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) nach einem Bericht vom Sonntag. Die Gewerkschaften wollen am Donnerstag ihre Forderung für die Verhandlungen präsentieren, die Ende Februar in Potsdam beginnen.

Zuletzt waren rund sechs Prozent als mögliche Forderung genannt worden. Bsirske sagte, der Abschluss müsse deutlich höher ausfallen als bei der letzten Tarifrunde. 2016 hatten die Gewerkschaften für die Tarifbeschäftigten des Bundes und der Kommunen ein Plus von insgesamt knapp fünf Prozent durchsetzen können.

"Unsere Forderung wird eine deutlich ausgeprägte soziale Komponente enthalten", sagte Bsirske. Am Ende zähle jedoch das Gesamtpaket. Die Lage der öffentlichen Haushalte sei solide, die Wachstumserwartungen lägen bei mehr als zwei Prozent. "Der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort, die Arbeitslosigkeit nimmt weiter ab", betonte der Gewerkschaftschef. Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte werde daher zunehmen.

Der Auftakt der Tarifrunde für die 2,1 Millionen Angestellten der Kommunen und 150.000 Beschäftigten des Bundes ist am 26. Februar. Weitere Verhandlungsrunden wurden bereits für März und April vereinbart. Am Donnerstag wollen Verdi, der Beamtenbund, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie die Gewerkschaft der Polizei ihre gemeinsame Tarifforderung in Berlin beschließen.