Brutale Gruppenvergewaltigung erschüttert erneut Indien

Die Gruppenvergewaltigung und Ermordung einer jungen Tierärztin hat in Indien erneut heftige Proteste ausgelöst. Nur mit Mühe konnte die Polizei von Hyderabad hunderte wütende Bewohner vor einer Wache zurückdrängen, in der sich vier Tatverdächtige befanden

Ein besonders brutaler Fall von Gruppenvergewaltigung hat in Indien erneut landesweit für Empörung gesorgt. Nur mit Mühe konnte die Polizei in Hyderabad am Samstag hunderte wütende Demonstranten vor einer Wache zurückdrängen, in der vier Männer unter dem Verdacht festgehalten wurden, eine 27-jährige Tierärztin vergewaltigt, ermordet und deren Leiche in Brand gesteckt zu haben. Die Beamten mussten Verstärkung anfordern.

Die Männer sollen am vergangenen Mittwoch den Motorroller der jungen Frau beschädigt und ihr dann zum Schein Hilfe bei der Reparatur angeboten haben. Die 27-Jährige konnte gerade noch ihre jüngere Schwester alarmieren und ihr sagen, dass sie Angst habe, dann war ihr Handy ausgeschaltet. Einen Tag später fanden Polizisten die verbrannte Leiche der Tierärztin.

Gewalt gegen Frauen ist in Indien weit verbreitet. Immer wieder kommt es zu schweren Übergriffen. Jährlich werden nach Behördenangaben rund 40.000 Vergewaltigungen angezeigt, doch dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen.

In einem Krankenhaus der Hauptstadt Neu Delhi erlag am Samstag eine 16-Jährige ihren schweren Verletzungen, nachdem sie zehn Tage zuvor von einem Nachbarn vergewaltigt und anschließend angezündet worden war.