Brustkrebs-Überlebende: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich je wieder wie die Frau davor fühlen würde“

Jessica Geneva Florence feiert mit einem Oben-ohne-Fotoshooting, dass sie vom Brustkrebs geheilt ist. (Bild: Nehemiah Nash)

Jessica Geneva Florence dachte, sie sei wie jede andere 22-Jährige. Sie studierte Architektur und verbrachte ihre Freizeit gerne mit Freunden und ihrer Familie. Allerdings wurde ihr Alltag auf den Kopf gestellt, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt.


Könnt ihr glauben, dass das ich vor einem Jahr war?!? Ja, wirklich… Es kostete mich sehr viel Überwindung, das zu posten, aber habt ihr das Lächeln bemerkt?! Ich möchte euch sagen, dass dies nicht die schönste Erfahrung war, so sehe ich nicht mehr aus, aber man muss den Kampf annehmen!!… Ich hatte Krebs im Stadium 3A, Her2+, nahm Chemo-Medikamente (Taxotere, Herceptin, Perjeta und Carboplatin) während der Chemotherapie, ich hatte sechs Durchgänge alle drei Wochen und war die ganze Zeit krank, ich behielt kein Essen in mir, das Schwindelgefühl war unerträglich, nicht zu vergessen die Medikamente, die einen verrückt und wahnsinnig machen!! Mein Gesicht hatte lauter offene Wunden von den ganzen Medikamenten… Ich weinte monatelang jeden Tag, weil ich es nicht aushielt, mich anzusehen, wie hässlich ich war! Denkt daran, eurer Brustkrebs-Überlebenden, sofern sie weiblich ist, zu sagen, wie hübsch sie ist! Männer, ihr seid gutaussehend, weil auch sie Brustkrebs bekommen können! Lasst euch von diesem Lebensabschnitt nicht hinunterziehen, denn er wird vorbeigehen! Gott wird immer an deiner Seite sein! DAVOR & DANACH Großen Dank an @jefferyk_an der Kamera und @iamkayponds für das Haarstyling! Bitte taggt meine Visagistin

„Mein Krebs war nicht genetisch, ich habe keine Vorgeschichte in der Familie”, erzählt sie Yahoo Lifestyle. „Als junge Frau im Alter von 22 Jahren war ich zu jung, um die Diagnose Krebs zu erhalten – und trotzdem ist es passiert.“


ERST EINMAL… Mein Name ist Jessica Geneva Florence. Ich bin jetzt 24 Jahre alt und habe Brustkrebs überlebt oder besser BESIEGT! Tod diesem stillen Monster!!! Ich kann dich endlich begraben. Heute hatte ich meine letzte Behandlung und es fühlt sich so unglaublich an, endlich am Ziel zu sein!! Als ich mit 22 die Diagnose erhielt, hätte ich nie gedacht, dass ich mich je wieder so fühlen werden wie davor, ich verlor das Einzige, von dem ich wusste, dass es mich zu einer Frau macht. Die Freiheit und Erlösung, die ich fühle, ist unbeschreiblich. Man kämpft ständig gegen das Gefühl an, sich schön und abscheulich zu finden, als wäre man selbst das Monster, dass das einzige Selbst getötet hat, das man kannte. Großen Dank an @ihartericka, denn es ist definitiv ein einsamer persönlicher Kampf… sie inspiriert mich, keine Angst davor zu haben, mich heraus zu wagen und wieder zu lieben und vor allen Dingen, zu lieben, wer ich bin, was ich durchgemacht habe und wer ich sein werde. Der Oktober ist vorbei und trotzdem haben wir das Gefühl, dies ist die einzige Zeit, um auf Brustkrebs aufmerksam zu machen und für Unterstützung zu werben. Wir werden das ganze Jahr lang ALLE Kämpferinnen und ALLE Überlebenden ehren! Wir werden nicht nur einen Monat lang gefeiert! #breastcancerawareness #nemosnaps #cancersucks#mastectomy #expanders #melaninpoppin #breastcancer#breastimplantremoval - @nemosnaps Danke für die tolle Vision und Kreation. ❤️

Nach der Behandlung wurde Florence, jetzt 24, vor einigen Tagen für krebsfrei erklärt. Um dies zu feiern, entschied sie sich, ein Oben-ohne-Fotoshooting machen zu lassen, das die Narben ihrer Mastektomie zeigt.

Sie kontaktierte die Fotografin Nehemiah Nash, die ihr dabei helfen sollte, auf die Erkrankung aufmerksam zu machen und gleichzeitig sich wieder selbstbewusster zu fühlen.

Florence wollte, dass die Fotos die Narben ihrer Mastektomie zeigen. (Bild: Nehemiah Nash)

Nash, 21, erzählte Yahoo Lifestyle: „Jessica wollte diese Plattform nutzen, um ihren Kampf zu illustrieren. Auch wenn sie bereits Bilder aus der Zeit ihrer Erkrankung geteilt hatte, wollte sie einen transparenteren Weg gehen.“

Nash entschied sich, den Bildern als Metapher für Florences körperlichen und geistigen Kampf eine dunkle Grundstimmung zu geben.

Die Collegestudentin möchte anderen Krebspatienten Mut machen, weiter zu kämpfen. (Bild: Nehemiah Nash)

„Es kostete sie so viel Stärke und Mut, ihre Narben der Welt zu zeigen. Ihr Kampf gegen den Krebs hat innere Wunden hinterlassen, die niemand jemals sehen wird“, sagt sie. „Sie hatte diese dunklen Phasen, aber sie ließ sich ihr Lächeln oder ihren Charme nicht vom Krebs wegnehmen.“

Florence teilt ihre schwersten Momente, als sie in den Spiegel sah und erblickte, wie die Chemotherapie sie zu einer anderen Person gemacht hatte, jemanden, den sie nicht erkannte.

„Ich hatte keine Haare und Augenbrauen, ich hatte schwarze Nägel und Zehen, mein Gesicht war wegen der ganzen Chemo übersät von offenen Wunden. Ich war nicht wiederzuerkennen“, sagt sie. „Man hat das Gefühl, der Krebs und die Chemotherapien machen ein Monster aus einem.“

Florence, 24, feiert, dass sie vom Krebs geheilt ist. (Bild: Nehemiah Nash)

Ihre inspirierende Geschichte ist jetzt viral gegangen. Obwohl Florence auf Instagram an einem Punkt schrieb: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich je wieder wie die Frau davor fühlen würde“, fühlt sie sich jetzt besser und machte anderen Krebspatienten Mut, nicht aufzugeben.

„Diejenigen, die noch kämpfen, sollten versuchen, zu lachen, weinen, lächeln. Tue alles, was in deiner Macht steht, um deine eigenen positiven Energien zu entwickeln, egal ob du dafür Zeit mit Freunden und der Familie verbringst, Sport treibst oder neue Hobbys ausprobierst“, sagt sie. „All diese Dinge helfen bei der Heilung des Verstandes, des Körpers, der Seele und des Geistes.“

Florence möchte ihre Geschichte teilen, um andere zu inspirieren. (Bild: Nehemiah Nash)

Sie fordert Frauen – und Männer – aller Altersgruppen dazu auf, sich selbst zu untersuchen und regelmäßig Mammografien machen zu lassen. „Früherkennung rettet Leben“, sagt sie.

Florence ist jetzt zurück am College, um ihr Architekturstudium abzuschließen und freut sich darauf, zu ihrem normalen Leben zurückzukehren.

„Das Wichtigste, was ich jetzt mit meinem Leben tue, ist, es einfach zu genießen und meine Geschichte mit anderen zu teilen”, sagt sie. „Das Leben ist niemandem geschenkt, also lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter.“

Cindy Arboleda

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