"Brüste, die ich nicht habe": Rosamund Pike wehrt sich gegen Bearbeitung ihrer Bilder

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Dass Schauspieler in immer neue Rollen schlüpfen und damit verbunden auch ihr Aussehen verändern, ist ein natürlicher Teil ihres Berufs. Etwas anderes ist es dagegen, wenn ihre Bilder nachträglich am Computer bearbeitet werden. Ein Unding, findet Rosamund Pike, die das nicht einfach hinnehmen will.

NEW YORK, NY - DECEMBER 18:  Actress Rosamund Pike attends
Bei Rosamund Pike besteht kein Veränderungsbedarf - Filmstudios scheinen das anders zu sehen (Bild:Gary Gershoff/WireImage)

Als Rosamund Pike sich zum Kinostart von "Johnny English – Jetzt erst recht!" im Jahr 2011 auf einem Filmplakat neben Rowan Atkinson sah, fühlte sie im ersten Moment weder Stolz noch Freude. Was sie sah, waren vor allem große Brüste, die in dem engen, roten Kleid, das sie trug, deutlich zur Geltung kamen. Das Blöde daran: Die Brüste, die sie da vor sich sah, waren nicht ihre. Sie wurden nachträglich bearbeitet und das, ohne dafür die Erlaubnis der Schauspielerin einzuholen, wie Pike in der "Kelly Clarkson Show" erzählte.

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Größere Brüste, andere Augenfarbe

Dass ihre Bilder auf diese Art verfälscht werden, hat die 42-Jährige im Laufe ihrer Karriere immer wieder erfahren. Zuletzt sah sie sich auf einem Plakat zum Kinofilm "Marie Curie - Elemente des Lebens" (2019) mit braunen Augen. Im wahren Leben sind ihre Augen blau, und sie trug auch bei den Dreharbeiten nicht etwa Linsen, um ihre Augen anders erscheinen zu lassen. Warum ihre Augenfarbe nachträglich geändert wurde, wisse sie bis heute nicht.

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Alles ist möglich und am Ende nichts mehr real

Die Schauspielerin sagte weiter, dies seien nur zwei Beispiele von vielen und noch dazu ziemlich auffällige. "Wahrscheinlich gibt es unzählige weitere Fälle, in denen an unseren Bildern herumgedoktort wird und wir es nicht einmal bemerken", sagte Rosamund Pike weiter. Diese Art von Body-Tuning, wie sie es nennt, sorge ihrer Meinung nach dafür, dass die Menschen immer mehr das Gespür dafür verlören, wie sie und damit auch ihre Mitmenschen wirklich aussehen.

Kein Ding, sondern Mensch

Laut "Daily Mail" hatte die Schauspielerin 2011 übrigens dafür gesorgt, dass die Filmplakate mit den künstlich vergrößerten Brüsten abgenommen werden mussten. Und noch immer kämpft die 42-Jährige mit Beschreibungen ihrer selbst von Dritten und meint damit Formulierungen wie "Englische Rose", mit denen sie in der Presse bereits bedacht wurde. Sie fühle sich dadurch nicht mehr als Person wahrgenommen, sondern als Objekt.

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