Bruno Labbadia: Keine Rücksicht auf die alte Liebe HSV

Der VfL Wolfsburg durchläuft eine sportliche Krise, die Fans haben genug gesehen. Am Trainingsgelände wurde eine Tüte voller Windeln aufgehängt.

Keine Rücksicht auf die alte Liebe: Trainer Bruno Labbadia (52) vom VfL Wolfsburg will am kommenden Samstag (15.30 Uhr im LIVE-TICKER) dem Hamburger SV weh tun und seinen Ex-Klub womöglich in die 2. Liga befördern. "Entscheidend ist, was mit meinem Klub passiert. Das hat nichts mit Herz tun. Ich will mit Wolfsburg drinbleiben, nur das zählt", sagte Labbadia der Bild-Zeitung: "Ich bin hier angestellt. Und wenn ich etwas mache, dann mit allem, was ich habe. Das nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Herz."

Wolfsburg hat als Tabellen-14. fünf Punkte Vorsprung auf die Hanseaten, die beim Werksklub unbedingt gewinnen müssen, um weiter vom Wunder Klassenerhalt träumen zu können. 2015 rettete Labbadia den HSV - derzeit Vorletzter - in der Relegation gegen den Karlsruher SC vor dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte. "Man muss lernen, das, was war, relativ schnell abzuhaken. Ich brauche meine Gedanken und ganze Kraft für den VfL", sagte Labbadia, der auch als Spieler für den HSV auflief.