Brummende Konjunktur beschert deutschem Staat Überschuss

dpa-AFX

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft ist auf Wachstumskurs. Davon haben im ersten Halbjahr auch die öffentlichen Kassen profitiert. Die Frage ist nur, wie groß der Milliardenüberschuss ist, den Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen im Zeitraum Januar bis einschließlich Juni erwirtschaftet haben. Antworten gibt an diesem Freitag (8.00 Uhr) das Statistische Bundesamt. Die Wiesbadener Behörde legt vorläufige Zahlen zu den Einnahmen und Ausgaben des Staates in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres vor.

2016 hatte diesbezüglich Rekorde für den deutschen Staat gebracht - sowohl im ersten Halbjahr als auch im Gesamtjahr. Auf Jahressicht gab es nach vorläufigen Zahlen mit 23,7 Milliarden Euro den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung. Europas größte Volkswirtschaft ist seit Jahren weit entfernt von der Schuldenobergrenze, die sich die Europäer in ihren gemeinsamen Verträgen zugestehen (Maastricht). Erlaubt ist demnach höchstens ein Defizit von 3,0 Prozent der nominalen Wirtschaftsleistung.

Aktuell brummt die Konjunktur in Deutschland - angetrieben von der Konsumlust der Verbraucher und steigenden Investitionen der Unternehmen. Nach einer ersten Schätzung, die das Bundesamt in der vergangenen Woche veröffentlicht hatte, erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent. Zu Jahresbeginn hatte die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,7 Prozent zugelegt.