Bruder behauptet: Pep Guardiola wollte Ronaldinho beim FC Barcelona halten

Der Bruder des ehemaligen Weltfußballers Ronaldinho hat behauptet, dass der Weggang des Mittelfeldstars vom FC Barcelona im Sommer 2008 nicht an einem Zwist mit dem damaligen Trainer Pep Guardiola lag. So war es es bisher stets berichtet worden. Roberto de Assis, der auch als Berater Ronaldinhos fungierte, berichtete stattdessen von "politischen Problemen", die zum Abschied des Edeltechnikers aus Katalonien geführt hätten.

Ronaldinho, Ballon-d'Or-Sieger der Jahre 2004 und 2005, wechselte 2008 für 25 Millionen Euro Ablöse zu Milan. Pep Guardiola, der bis dahin die Barca-Reserve trainierte, hatte da gerade die Profis übernommen.

Ronaldinho geriet im Präsidentschaftswahlkampf zwischen die Fronten

"Guardiola rief uns an und wollte reden. Er wollte, das meint Bruder bleibt, aber der hatte sich schon zu einem Wechsel entschlossen", sagte de Assis bei UOL Esporte. Er führte dann aus: "Meiner Meinung nach hätte er Barcelona nicht verlassen müssen. Er hätte dort bleiben können. Aber wir erlebten gerade eine stürmische Präsidentschaftswahl und er zog es vor, sich zu verabschieden."

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Laut de Assis fühlte es sich für Ronaldinho an, als geriete er im Wahlkampf zwischen die Fronten: "Sandro Rosell war damals der Vizepräsident und er wurde ein Gegner. Ronaldinho war der Anführer der Mannschaft und er wurde Mittelpunkt eines politischen Problems. Jeder benutzte ihn so, wie er es brauchte."

Ronaldinho Pep Guardiola AC Milan FC Barcelona 08252010

Nach seinem Wechsel zu Milan konnte der Weltmeister von 2002 und Champions-League-Sieger von 2006 allerdings nicht mehr an seine Glanzleistungen aus früheren Barca-Tagen anknüpfen.

2011 verließ er Mailand, spielte dann noch bei mehreren Klubs in Brasilien und Mexiko und beendete im Januar 2018 schließlich seine Laufbahn offiziell. Heute arbeitet er als Botschafter für den FC Barcelona.