Bruchhagen rät: "Schwindel nicht mitmachen!"

Heribert Bruchhagen sieht keine Möglichkeit, die irren Transfersummen einzudämmen

Heribert Bruchhagen hat dem FC Bayern München empfohlen, das Spiel mit den riesigen Transfersummen nicht mitzumachen.

"Ich kann dem FC Bayern nur raten, diesen Schwindel nicht mitzumachen, drei oder vier Jahre zur Seite zu treten und das Viertelfinale der Champions League als Ziel anzunehmen", sagte der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV bei Sky.

Zuletzt hatten die Transfers von Neymar zu Paris Saint-Germain für 222 Millionen Euro sowie von Dortmunds Ousmane Dembele zum FC Barcelona für bis zu 147 Millionen Euro für großes Aufsehen gesorgt.

Bruchhagen sieht derweil keine Chance, etwa durch Gehaltsobergrenzen die aktuell hohen Summen einzudämmen. "Der Markt ist einfach nicht zu regulieren. Die Auswüchse, die wir jetzt erleben, die müssen wir hinnehmen. Man kann nur die Hoffnung haben, dass sich das irgendwann wieder einpendelt. Meinetwegen soll auch die Blase platzen", meinte der 68-Jährige.


Keine Sorge wegen Kühne

Den drohenden Ärger wegen eines möglichen Verstoßes gegen die 50+1-Regel sieht Bruchhagen derweil gelassen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte den HSV zu einer Stellungnahme wegen Investor Klaus-Michael Kühne aufgefordert.

"Wir werden uns am Dienstag in der Vorstandssitzung damit beschäftigen und dann völlig unaufgeregt darauf antworten", meinte der Vorstandsvorsitzende. "Der Einfluss von Klaus-Michael Kühne ist im operativen Geschäft gleich null, das hat er auch immer wieder selbst betont. Hier ist keine Gefahr im Verzug."