Bruchhagen gibt sich Mitschuld an HSV-Absturz

Heribert Bruchhagen war Anfang März beim HSV entlassen worden

Der ehemalige Vorstandschef Heribert Bruchhagen traut dem Hamburger SV noch den Klassenerhalt in der Bundesliga zu.

"So wie die Konstellation im Moment ist, ist es möglich. Der HSV ist in einer Aufwärtsentwicklung - die könnte helfen", sagte Bruchhagen am Montagabend bei Sky.

Der 69-Jährige warnte aber auch: "Es gibt keine Alternative zu einem Sieg in Wolfsburg. Gelingt das nicht, muss man mit dem Schlimmsten rechnen."

Drei Spieltage vor Schluss hat der HSV fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, am Samstag geht es zum direkten Konkurrenten nach Wolfsburg.

Bruchhagen würde Teilschuld auf sich nehmen

Bruchhagen war Anfang März entlassen worden. Bei einem Abstieg würde er eine Teilschuld auf sich nehmen, sagte er.

"Selbstverständlich. Ich habe Entscheidungen mitgetroffen. Ich habe einfach nicht erwartet, dass es in diese Richtung gehen würde. Da hat jeder seinen Anteil dran", sagte er.

Bruchhagen gab zu, sich durchaus Vorwürfe zu machen. "Ich habe mich täuschen lassen durch die guten Ergebnisse der vorherigen Rückrunde. Ich glaubte, wir würden eine normale Rolle in der Liga spielen", sagte er.

Die Entlassung habe ihn "sehr traurig gemacht", dennoch drücke er seinem Ex-Klub die Daumen: "Ich wünsche aus ganzem Herzen, dass es der HSV noch schafft."