Britisches Wirtschaftswachstum geringer als zunächst geschätzt

Die britische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr weniger stark gewachsen als zunächst angenommen. 2017 wuchs das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent. Zuvor war die Behörde von einem Wachstum von 1,8 Prozent für 2017 ausgegangen

Die britische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr weniger stark gewachsen als zunächst geschätzt. 2017 wuchs das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent, wie das britische Statistikamt am Donnerstag mitteilte und damit eine erste Schätzung nach unten korrigierte. Zuvor war die Behörde von einem Wachstum von 1,8 Prozent für 2017 ausgegangen; 2016 hatte der Anstieg 1,9 Prozent betragen.

Die Statistiker korrigierten ihre Schätzung für das vierte Quartal nach unten: Statt wie zunächst angenommen um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte das Bruttoinlandsprodukt in den letzten drei Monaten des Jahres nur um 0,4 Prozent zu.

Ein Grund für die sich abschwächende Konjunktur ist nach Einschätzung von Experten die Unsicherheit wegen des für Ende März 2019 geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Der Brexit sei das "dominante Thema", sagte Analyst Naeem Aslam von Think Markets.

Außerdem macht der britischen Wirtschaft die hohe Inflation zu schaffen, die unter anderem den privaten Konsum hemmt. Ein Grund für den Anstieg der Verbraucherpreise wiederum ist das schwache Pfund, das nach der Brexit-Ankündigung an Wert verlor und Importe verteuerte.