Britischer Minister: Frankreichs Lkw-Einreiseverbot überraschend

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LONDON (dpa-AFX) - Das französische Einreiseverbot für Lastwagen aus Großbritannien hat die britische Regierung unerwartet getroffen. Die Maßnahme wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Coronavirus-Variante sei "etwas überraschend" gewesen, sagte Transportminister Grant Shapps am Montag dem Sender Sky News. Die Regierung habe aber sofort reagiert, betonte Shapps. So soll noch am Montag der ehemalige Flughafen Manston in der Grafschaft Kent als Lastwagenparkplatz geöffnet werden.

Die Verwaltung von Kent setzte zudem Pläne in Kraft, die für den Fall eines Brexits ohne Handelsabkommen vorbereitet worden waren. Unter anderem dürfen Lastwagen auf der wichtigen Autobahn zwischen London und dem Hafen Dover sowie dem Eurotunnel <FR0000125379> nun auf dem Seitenstreifen parken.

Shapps betonte, der Eurotunnel mache etwa 20 Prozent des Warenverkehrs zwischen dem Festland und Großbritannien aus. "Aber das ist nicht der Hauptanteil. Die meisten Waren kommen in unbegleiteten Behältern herein, und diese werden weiter ins Land kommen." Fragen nach möglichen Engpässen wich Shapps aus. "Natürlich möchten wir nicht, dass diese Verbindungen zu lange geschlossen werden, aber es ist nicht ungewöhnlich, dass sie geschlossen und unterbrochen werden", sagte der Minister. "Kurzfristig ist dies kein besonderes Problem. Aber der Schlüssel ist natürlich, das zu lösen."

Frankreich und andere EU-Staaten haben wegen der raschen Ausbreitung der neuen Corona-Variante die Grenzen zum Vereinigten Königreich geschlossen. Damit können Lastwagen nicht mehr über den Ärmelkanal setzen.