Britischer Kindsmörder erneut zu Gefängnisstrafe verurteilt

Der als "Kindsmörder von Liverpool" bekannt gewordene Brite Jon Venables ist zum zweiten Mal wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt worden. Als Zehnjähriger hatte er mit einem Freund einen Zweijährigen brutal getötet

Als Zehnjähriger tötete er ein Kleinkind, später kam er wegen Kinderpornografie erneut hinter Gitter - jetzt ist der Brite Jon Venables zum zweiten Mal wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt worden. Ein Richter in London verhängte gegen den "Kindsmörder von Liverpool" am Mittwoch eine Strafe von drei Jahren und vier Monaten Haft.

Venables hatte zugegeben, 1170 pornografische Bilder von Kinder besessen zu haben sowie eine "Anleitung" zu "sicherem" Sex mit Kindern. "Das ist meine Schuld, ich habe schon wieder die Menschen um mich herum enttäuscht", sagte der Angeklagte während der Anhörung.

Richter Andrew Edis sagte, die auf Venables' Computer gefundenen Bilder seien "für einen normalen Menschen verstörend". Hunderte der Bilder werden in die extremste pornografische Kategorie eingestuft. Und die Sex-Anleitung ermuntere ihre Leser dazu, Kinder auf das Schlimmste zu misshandeln. Diese deute darauf hin, dass Venables vorgehabt habe, Sexualstraftaten gegen Kinder zu begehen.

Die Eltern des Mordopfers James Bulger hörten sich die Urteilsverkündung im Gerichtssaal an. Ihr zweijähriger Sohn James war 1993 vom damals zehn Jahre alten Venables und dessen gleichaltrigem Freund Robert Thompson aus einem Einkaufszentrum in Liverpool entführt worden. Die Jungen misshandelten James, erschlugen ihn mit Eisenstangen und Ziegelsteinen und warfen seine Leiche auf ein Bahngleis.

Die Täter wurden 2001 auf Bewährung aus der Haft entlassen und zu ihrem eigenen Schutz mit neuen Identitäten ausgestattet. Im Juli 2010 kam Venables wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornos erneut ins Gefängnis und kam 2012 wieder frei.