Britischer Geheimdienstbericht: Russland fliegt seine modernsten Kampfjets nicht über der Ukraine – aus Angst vor einem Abschuss

Russische Kampfjets des Typ Su-57 proben für eine Parade. - Copyright: picture alliance/Picvario LLC/Komsomolskaya Pravda
Russische Kampfjets des Typ Su-57 proben für eine Parade. - Copyright: picture alliance/Picvario LLC/Komsomolskaya Pravda

Russland setzt seine modernsten Kampfjets offenbar nicht über dem ukrainischen Luftraum ein – aus Angst, dass sie abgeschossen werden könnten. Das zumindest schreibt das britische Verteidigungsministerium in seinem jüngsten Geheimdienstbericht.

Demnach hat Moskau "mit ziemlicher Sicherheit" seit Juni 2022 moderne Kampfjets des Typs Su-57 für Einsätze gegen die Ukraine genutzt. Diese hätten sich jedoch "wahrscheinlich darauf beschränkt, russisches Territorium zu überfliegen" und Raketen "mit großer Reichweite auf die Ukraine abzufeuern", heißt es in dem Bericht.

Russland halte die Flugzeuge auf heimischem Boden, weil es einen Imageschaden durch einen möglichen Abschuss vermeiden wolle. Außerdem solle verhindert werden, dass sensible technische Daten in die Hände der Ukraine fallen könnten, so der Bericht weiter.

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Das russische Militär verfügt seit 2020 über die modernen Überschall-Jets der fünften Generation, die auch Felon genannt werden. Fünf der Jets sind derzeit auf dem einzigen bekannten Felon-Luftwaffenstützpunkt in Russland untergebracht, der sich in der südlichen Region Achtubinsk befindet. Dies geht aus einer Satellitenaufnahme vom 25. Dezember 2022 hervor, die vom britischen Verteidigungsministerium zitiert wird.

Christine Lambrecht (SPD), Verteidigungsministerin, spricht mit Soldaten im deutschen Camp Castor in Mali.
Christine Lambrecht (SPD), Verteidigungsministerin, spricht mit Soldaten im deutschen Camp Castor in Mali.

Der russische Verteidigungsminister, Sergej Schoigu, sagte im August vergangenen Jahres, dass die Su-57 seit dem Einmarsch Russlands bereits "brillant" im Kampf eingesetzt worden sei, obwohl es zu diesem Zeitpunkt kaum Beweise dafür gab.

Die zurückhaltende Taktik ist bezeichnend für die risikoaverse Strategie Russlands beim Einsatz seiner Luftwaffe im Krieg gegen die Ukraine. Denn es drohen erhebliche Verluste. Laut einem Bericht des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte vom 9. Januar hat Russland seit Beginn seiner Invasion in der Ukraine mehr als 280 Flugzeuge verloren.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original lest ihr hier.