Britische Soldaten wegen Mitgliedschaft in rechtsextremer Gruppe verhaftet

Die britischen Behörden haben vier mutmaßliche Mitglieder einer verbotenen Neonazi-Gruppe festgenommen. Darunter sind auch aktive Soldaten, wie das Verteidigungsministerium in London am Dienstag mitteilte. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, an der Vorbereitung von Anschlägen in Großbritannien beteiligt gewesen zu sein.

Die Festgenommenen sollen Mitglieder der Neonazi-Gruppe National Action sein, die im vergangenen Dezember nach dem tödlichen Anschlag auf die Labour-Abgeordnete Jo Cox verboten wurde. Die Verdächtigen sind im Alter von 22 bis 32 Jahren und britische Staatsbürger. Sie seien in den West Midlands im Zentrum Englands festgenommen worden, hieß es. Nach Angaben der Polizei wurden die Verdächtigen überwacht. Es habe jedoch keine konkrete Anschlagsdrohung gegeben.

Das britische Innenministerium hatte das Verbot der National Action im Dezember mit dem "rassistischen, antisemitischen und homophoben" Character der Gruppe begründet. Die Gruppe hatte den Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox kurz vor dem Brexit-Referendum im Juni 2016 begrüßt und den Attentäter gewürdigt. Er hatte vor der Tat regelmäßig Internetseiten von Neonazi-Gruppen besucht.