Britische Regierung will autonomes Fahren mit hohen Subventionen fördern

Die britische Regierung will autonomes Fahren mit einem Millionenbudget fördern und schon ab 2021 selbstfahrende Autos auf die Straße schicken

Die britische Regierung will autonomes Fahren mit Millionensubventionen fördern und schon ab 2021 selbstfahrende Autos auf die Straße schicken. Für den Ausbau künstlicher Intelligenz, die beim autonomen Fahren eine zentrale Rolle spielt, sollen im kommenden Haushalt 75 Millionen Pfund (84 Millionen Euro) bereit gestellt werden, wie das Finanzministerium am Sonntag mitteilte. Auch Elektro-Autos sollen massiv gefördert werden.

Wenn Großbritannien bei der "nächsten industriellen Revolution" vorn mit dabei sein wolle, müsse das Land diese Technologien fördern, sagte Finanzminister Philip Hammond im BBC-Fernsehen. Hammond will seine Pläne am Mittwoch vorstellen, wenn er im Parlament seine Haushaltsrede hält.

Neben den 75 Millionen Pfund für Unternehmen, die an künstlicher Intelligenz arbeiten, sind 160 Millionen Pfund für den Ausbau des ultraschnellen Mobilfunknetzes 5G vorgesehen. Es gilt als Schlüsseltechnologie für automatisiertes Fahren. 400 Millionen Pfund (448 Millionen Euro) will die Regierung zudem in den Bau von Ladestationen für Elektroautos investieren. Auch der Kauf von E-Autos soll bezuschusst werden.

Hammond hatte sich zuletzt mit mehreren seiner Kabinettskollegen über die Details des EU-Austritts gestritten. Hammond gilt als Befürworter eines "weicheren" Brexit, der die Folgen für die britische Wirtschaft abfedern soll. Neben der Wirtschaftspolitik werden aber vor allem seine Pläne für die Sozialausgaben mit Spannung erwartet, nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower steht vor allem der Wohnungsbau im Fokus.