Britische Kaufhaus-Kette stellt sich gegen einen absurden Trend im Handel

Julia Wehmeier
Kaufhauskette John Lewis in London

Rosa Kleidchen für Mädchen, Supermann-Anzüge für Jungs — bei der britischen Kaufhauskette John Lewis werden Eltern in Zukunft in der Kinderabteilung länger nach solchen Stereotypen suchen müssen. Denn Kleidung für Kinder wird in den 48 Kaufhäusern des Unternehmens in Großbritannien künftig nicht mehr in eine Mädchen- und Jungenabteilung eingeteilt.

Stattdessen soll es Hosen, T-Shirts oder Jacken geben, die alle Kinder tragen. Auf den Etiketten soll dann nicht mehr stehen, ob das Kleidungsstück für Jungen oder Mädchen gedacht ist. Und auch räumlich sollen sie nicht mehr getrennt zu finden sein, sondern einfach bunt gemischt durcheinander auf den Kleiderstangen hängen.

Trend zu mehr Unterscheidung bei Kinderprodukten

Das Unternehmen begründet die Entscheidung für Unisex-Kinderkleidung damit, keine Geschlechterstereotype mehr unterstützen zu wollen. Kinder sollen frei wählen können, was sie tragen wollen. Welches unternehmerische Kalkül hinter der Entscheidung steckt, das lässt die Traditionsfirma offen.

Sie stellt sich mit diesem Schritt weit gegen den Trend bei Kinderprodukten. Denn da wird deutlich mehr auf Jungen und Mädchen zugeschnitten als früher, wie Experte Axel Dammler beobachtet hat. Mit seinem Marktforschungsinstitut „Iconkids & Youth“ ist er auf Kinder und Jugendliche spezialisiert.

Weiterlesen auf businessinsider.de