Britische EU-Gegner wollen Brexit-Museum gründen

Großbritannien verlässt kommendes Jahr die EU

Mit einem eigenen Museum wollen britische EU-Gegner den Brexit würdigen. In dem "Museum of Brexit" solle künftigen Generationen "die Geschichte des Kampfes für die Unabhängigkeit Großbritanniens" nahe gebracht werden, heißt es auf der Internetseite des Projekts (museumofbrexit.uk). Die Briten werden aufgerufen, Wahlkampfplakate zum Brexit-Referendum, Fotos, Briefe und andere Erinnerungsstücke zu spenden.

"Das ist ernsthaft. Das ist unsere Geschichte. Das ist einer der bedeutenden Momente der britischen Verfassungsgeschichte", sagte Gawain Towler, einer der Organisatoren und einst Sprecher der europafeindlichen Partei Ukip, der Nachrichtenagentur AFP. "Wenn wir nicht mit dem Sammeln beginnen, werden wir viel Archivmaterial verlieren." Gezeigt werden solle auch Wahlkampfmaterial der EU-Befürworter - als Beispiel für "Propaganda" der EU.

Das Museum soll in "zwei oder drei Jahren" eröffnet werden, wie Towler sagte, Standort könnte die ostenglische Stadt Lincoln werden. Die Einrichtung soll unter anderem Forscher und Schulklassen anziehen. So viel Andrang wie in einem Freizeitpark werde allerdings nicht erwartet, räumt Towler ein.

Die Briten hatten im Juni 2016 bei einem historischen Referendum mit knapper Mehrheit für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union gestimmt und damit die gesamte EU schwer erschüttert. Der Austritt soll Ende März 2019 vollzogen werden.