Britische Einbrecher sollen Millionensumme zahlen oder länger in Haft bleiben

Vor drei Jahren war er Mitglied der legendären Rentner-Gang, die bei einem Einbruch im Londoner Diamentenviertel ein Vermögen erbeutete - nun ist Terry Perkins im Alter von 69 Jahren in Haft gestorben. Seine mutmaßliche Beute hat er nicht rausgerückt

Knapp drei Jahre nach ihrem spektakulären Einbruch im Londoner Juweliersviertel sollen die Anführer einer Senioren-Diebesbande insgesamt mehr als 20 Millionen Pfund zahlen oder sieben weitere Jahre hinter Gittern verbringen. Wie ein Londoner Gericht am Dienstag entschied, soll der 77-jährige John Collins 7,7 Millionen Pfund zahlen. Seine Komplizen Daniel Jones und Brian Reader sollen jeweils 6,6 Millionen Pfund abliefern und Terry Perkins 6,5 Millionen Pfund.

Anderenfalls müssten die vier weitere sieben Jahre im Gefängnis zubringen, hieß es. Collins, der 63-jährige Jones und der 69-jährige Perkins sitzen derzeit eine siebenjährige Haftstrafe wegen des Schmuckdiebstahls ab, ihr 78-jähriger Komplize Reader war zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Drei weitere Komplizen hatten geringere Strafen erhalten.

Die vier älteren Herren hatten im April 2015 im Schmuckviertel Hatton Garden mit einem Bohrer mit Diamantspitze drei große Löcher in eine massive, 50 Zentimeter dicke Mauer gebohrt und Schmuck, Gold und Bargeld gestohlen. Seit März 2016 sind sie im Gefängnis, ein Großteil der Beute blieb aber verschwunden. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Tat damals als "den größten Einbruch in der englischen Rechtsgeschichte".

Die Anwälte von Jones und Perkins erklärten nach der Gerichtsentscheidung, ihre Mandanten hätten nicht die Mittel, eine Verlängerung ihrer Haftstrafe zu verhindern. Readers Anwalt erklärte, die Strafe seines 78-jährigen Mandanten müsse ohnehin nicht sehr lang sein, damit er bis zu seinem Lebensende im Gefängnis bleibe.