Brinkhaus mahnt Länder zu einheitlicher Linie bei Corona

BERLIN (dpa-AFX) - Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat das uneinheitliche Vorgehen der Bundesländer bei den Lockerungen der Corona-Auflagen kritisiert. Er hoffe, dass die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch mehr Ordnung ins Verfahren bringe, sagte Brinkhaus am Dienstag in Berlin vor einer Sitzung der Unionsfraktion. Er appellierte an die Länder, bei allen regionalen Unterschieden hier endlich eine einheitliche Linie zu fahren. Ein Rückfall würde viel, viel teurer als das bisherige Herunterfahren von Wirtschaft und Gesellschaft.

Brinkhaus machte deutlich, dass er in erster Linie Lockerungen bei der Kinderbetreuung für nötig hält, wenn es die Möglichkeiten zu Öffnungen überhaupt gebe. Sicherlich seien auch die Wünsche der Wirtschaft berechtigt, aber er sehe vor allem Handlungsbedarf bei den Kindern, unterstrich er. An diesem Mittwoch will Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder erneut das weitere Vorgehen in der Corona-Krise erörtern. Zuvor hatten einzelne Länder schon weitgehende Lockerungen angekündigt.