Brink: Sport weiter unterrepräsentiert

Brink: Sport weiter unterrepräsentiert
Brink: Sport weiter unterrepräsentiert

Für Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink ist „der Sport in Deutschland unterrepräsentiert“.

Der Goldmedaillengewinner von 2012 setzt sich deswegen für eine deutsche Olympia-Bewerbung ein. Denn: „Wir haben die Rolle des Sports immer noch nicht begriffen.“ Der Sport habe die Kraft, Antworten auf „grundlegende Fragen der Gesellschaft wie Gesunderhaltung oder Völkerverständigung zu geben“, sagte Brink bei der Veranstaltung SID MixedZone in Köln.

Olympia, meinte der 40-Jährige, könne eine "Triebfeder" sein, um den Sport in Deutschland aufzuwerten. Allerdings unter anderen "Rahmenbedingungen" als bei zurückliegenden Spielen. Ohne den Gigantismus oder die Umweltsünden der Vergangenheit. Brink glaubt an eine neue Ära Olympischer Spiele - gerade in Deutschland.

„Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist unsere Gesellschaft doch bereit und lässt sich begeistern“, sagte er mit Blick auf die European Championships in München: „Dafür müssen wir die Gesellschaft gar nicht stimulieren.“ Bei den „EC“ habe man gesehen, „welche Strahlkraft der Sport haben und was er in die Gesellschaft tragen kann“, fügte Bahnrad-Olympiasiegerin Lisa Brennauer hinzu.

Sie sieht durchaus "Potenzial für weitere Großveranstaltungen".

Brink hatte 2008 in Peking erstmals an Olympischen Spielen teilgenommen. Vier Jahre später gewann er an der Seite von Jonas Reckermann die Goldmedaille in London. Mittlerweile begleitet Brink seine Sportart als Experte für die ARD. Brennauer (34) hat ihre Karriere nach der EM in München beendet, ihren größten Erfolg feierte die Sportsoldatin 2021 mit Gold in der Mannschaftsverfolgung in Tokio.