Briggs & Stratton Six-Wheel Hybrid Concept von 1980

de.info@motor1.com (Roland Hildebrandt)
Briggs & Stratton Hybrid Concept

Jay Leno stellt das seltsame und fantastische Gefährt vor

Wussten Sie, dass Briggs & Stratton ein Auto gebaut hat? Okay, außerhalb der USA kennt man nicht einmal Briggs & Stratton. Das Unternehmen ist dort am besten für die kleinen Motoren von Rasenmähern bekannt. Und es ist nicht irgendein Auto, sondern ein Hybrid ... aus dem Jahr 1980. Ehrlich gesagt, wussten wir nicht, dass es eine solche Fahrzeug überhaupt gibt, bis dieses Video von Jay Leno's Garage erschien.

Aber als wir dieses sechsrädrige Fließheck sahen, dessen Styling einem L-Body Dodge Charger aus den 1980er-Jahren nicht unähnlich ist, konnten wir nicht auf ihn verzichten. Und als wir das Video verkosteten, wussten wir, dass wir es unbedingt mit Ihnen teilen müssen, denn es ist wirklich sehr beeindruckend.

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Es handelt sich hier um ein einmaliges Konzeptfahrzeug, das als Technologie-Demonstration konzipiert wurde, und seine Höchstgeschwindigkeit ist nicht so beeindruckend. Dem Video zufolge gelang es Richard Petty, dieses Auto auf einem geschlossenen Kurs auf satte 68 Meilen pro Stunde zu bringen, also knapp 110 km/h.

Auf den Straßen Kaliforniens erreichten Leno und Briggs & Stratton Engineering Technician Craig Claerbout 60 mph (96 km/h), aber wenn man bedenkt, dass unter der Motorhaube nur ein luftgekühlter Zweizylinder-Briggs-Motor mit 18 Pferdestärken (13 Kilowatt) steckt, ist das gar nicht so schlecht.

Briggs & Stratton Hybrid Concept

Ein Elektromotor ist mit dem Verbrenner verbunden, der dann über ein Viergang-Schaltgetriebe die Kraft an den ersten Satz Hinterräder schickt. Die Konstruktion ist ein Parallelhybrid, das heißt, sie kann allein mit dem Benzin- oder Elektromotor oder einer Kombination aus beiden betrieben werden. Sechs 12-Volt-Batterien sind hinten installiert - so positioniert, dass ihr Gewicht von der zweiten Hinterachse getragen wird - und wenn das Auto voll aufgeladen ist, hat es eine geschätzte reine Elektro-Reichweite von etwa 50 Meilen, also rund 80 Kilometer. Das ist eigentlich sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, dass dieses Fahrzeug zu einer Zeit gebaut wurde, als in den USA noch ein Ford Pinto das große Ding war.

Apropos Pinto: Briggs & Stratton hatte nicht die Kraft, ein ganzes Auto von Grund auf neu zu bauen, daher stammen die vordere Federung, die Lenkung und das Getriebe tatsächlich von einem Pinto. Und wenn VW-Fans hier eine gewisse Vertrautheit sehen, dann deshalb, weil die Türen, das Armaturenbrett und die Windschutzscheibe von einem Scirocco der ersten Generation stammen. Der Rest des Designs stammt jedoch ausschließlich von Briggs.

Briggs & Stratton Hybrid Concept

Die Idee hinter diesem unwirklich erscheinenden Hybrid war es, eine effizientere Art des Reisens zu präsentieren. Theoretisch würde der Elektromotor und sein augenblickliches Drehmoment genutzt werden, um das Auto auf Touren zu bringen, während der Benzinmotor zur Aufrechterhaltung der Autobahngeschwindigkeit zuständig war. Ja, die Höchstgeschwindigkeit betrug etwas mehr als 60 mph, aber 1980 hatten die USA ein nationales Geschwindigkeitslimit von 55 mph, so dass dieses Auto theoretisch problemlos innerhalb der gesetzlichen Grenzen fahren konnte. Es wäre jedoch eine laute Fahrt gewesen, wie das Video vermuten lässt, da es in der Kabine ziemlich laut ist, wenn der kleine luftgekühlte 688-ccm-Zweizylinder am Limit gefahren werden.

Da es sich um ein Konzeptfahrzeug handelt, ist dies das einzige seiner Art. Aber er zeigt eine schockierende Menge an Hybridtechnologie, die seiner Zeit weit voraus war. Vielleicht noch wichtiger ist, dass wir die Tatsache bewundern, dass Briggs & Stratton diesen Prototyp über all die Jahre in gutem Zustand gehalten und für den tatsächlichen Straßengebrauch wiederbelebt hat. Wir fragen uns, wie viele andere, wenig bekannte Concept Cars es da draußen gibt, die darauf warten, wieder entdeckt zu werden.