Brexit-Verhandlungen: Viel Zeit, sich zu zerstreiten

Die Verhandlungen über den EU-Abschied der Briten gehen in die zweite Runde.

Es ist eine Inszenierung für die Kameras. Als der Franzose Michel Barnier und der Brite David Davis am Montagvormittag in Brüssel aufeinander treffen, herrscht für zirka drei Minuten demonstrative Eintracht. Barnier, EU-Chefunterhändler für den Brexit, sagt „Herzlich willkommen“.  Er freue sich auf die Verhandlungen. Der britische Brexit-Minister Davis sagt, es sei gut, wieder in Brüssel zu sein. Die beiden Herren sind höflich und zurückhaltend. Die Trennungsgespräche werden schwer genug, da ist es den Unterhändlern beider Seiten offenbar wichtig, zumindest in der Öffentlichkeit Contenance zu wahren.

Das Schauspiel ist nichts Geringeres als der Auftakt zur zweiten Verhandlungsrunde über das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union. Bis Donnerstag wollen Barnier und Davis sowie ihre jeweiligen Arbeitsstäbe nun verhandeln und ausloten, ob die Scheidung in gegenseitigem Einvernehmen erfolgen kann oder im Krach vollzogen wird. 

Auf der Suche nach Antworten

Die Unterhändler sind auf der Suche nach Antworten: Welche Rechte werden die etwa drei Millionen EU-Bürger in Großbritannien haben, wenn das Land die EU verlassen hat? Was wird mit einer Million Briten, die in der EU leben und arbeiten? Wie hoch fällt die Rechnung aus, die Großbritannien bezahlen muss? Die Rede...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung