Brexit-Unterhändler nähern sich Lösung in Fischerei-Problematik

Ian Wishart
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Vertreter Großbritanniens und der Europäischen Union konzentrieren sich auf eine Lösung bei einem der größten Hindernisse für eine geplante Handelsvereinbarung.

Es zeichne sich ein Kompromiss bezüglich des Zugangs von EU-Booten zu britischen Fischereigebieten ab, ein Zeichen, dass eine Einigung bis Mitte November von beiden Seiten geschlossen werden könnte, berichten zwei Personen mit Kenntnis der EU-Seite der Diskussionen.

Die potenzielle Lösung könnte Großbritannien erlauben für sich in Anspruch zu nehmen, die Kontrolle über seine Meere zurückgewonnen zu haben - eine wichtige Forderung der Regierung - und den Weg für die Fischereibranche des Landes bereiten, mehr als derzeit zu fangen.

Besonders wichtig ist, dass wesentliche Entscheidungen über die Zuteilung von genauen Quoten für EU-Boote auf einen späteren Zeitpunkt verschieben - was bedeutet, dass EU-Fischer nicht unmittelbar das Nachsehen haben würden. Unstimmigkeiten, wie der Fang in Zukunft aufgeteilt wird, würden also nicht unbedingt die umfassende Vereinbarung torpedieren.

Zwar macht die Fischerei nur einen winzigen Teil ihrer Wirtschaft aus, ist aber von symbolhafter politischer Bedeutung für Großbritannien und Frankreich, deren Industrie seit Jahrzehnten auf die Möglichkeit angewiesen ist, in Meeren rund um Großbritannien zu fischen. Die EU hat ein umfassenderes Abkommen über ihre künftigen Beziehungen zu Großbritannien von einer Einigung in der Fischerei-Streitfrage abhängig gemacht - und das Thema war zu einem der größten Hindernisse für ein Abkommen geworden.

Die mögliche Lösung sollte noch nicht als vollständiger Durchbruch gesehen werden, sagten die Personen - aber sie ist ein bedeutender Fortschritt bei einem Thema, bei dem beide Seiten bisher völlig entgegengesetzte Positionen eingenommen hatten.

Überschrift des Artikels im Original:Brexit Negotiators Move Close to Breaking Impasse Over Fish (1)

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