Brexit: Sorgen unter Iren in Brüssel

Die Brexit-Gespräche gehen in die Verlängerung, doch ob eine rasche Einigung in der schwierigen Nordirland-Frage gefunden werden kann, ist zweifelhaft.

Während die EU auf eine Lösung pocht, die dem Karfreitags-Friedensabkommen gerecht wird, hadert London mit sich selbst.

Die Regierung ist zerstritten. Reaktionen von irischen Bürgern in Brüssel.

Auf der britischen Verhandlungsseite scheint es Probleme mit der Text-Formulierung zu geben, sagt Tony Connelly vom Irischen Fernsehen RTE.

Theresa May brauche im Unterhaus die Unterstützung der nordirischen Unionisten, doch wenn die nicht wollten, habe May ein Problem.

Wilson Bell ist aus Belfast. Seit fünf Jahren arbeitet er in einem irischen Pub in Brüssel gleich neben der Kommission. Er macht sich langsam Sorgen um seine Heimat.

Man müsse einfach die Daumen drücken, sagt er. Zu hoffen sei, dass die Politiker bei den Verhandlungen die Bürger nicht aus den Augen verlören.

Die Spannungen zwischen der Republik Iralnd und Nordirland drohten immer grösser zu werden.

Eine harte Grenze könnte das Fass zum Überlaufen bringen. Hoffentlich passiere das nicht, sagt er.

Aus EU-Kreisen hieß es, Theresa May solle nun nach London zurückkehren und zunächst ihre innenpolitischen Schwierigkeiten lösen.