Brexit: EU warnt vor Desaster – 4 Fakten zum Stand der Verhandlungen

Leonhard Landes
Die EU-Kommission warnt vor dem Schlimmsten.

Die Uhr tickt unerbittlich. Achteineinhalb Monate bleiben der Europäischen Union und der britischen Regierung noch, um den Brexit möglichst glimpflich über die Bühne zu bringen. 

Doch in Brüssel wachsen offenbar die Sorgen, dass das nicht klappen wird. Am Donnerstag hat die EU-Kommission ein Dokument veröffentlicht, in dem sie ihre Mitgliedstaaten unter anderem warnt, sich auf alle möglichen Szenarien des Brexit vorzubereiten.

Der worst case: Großbritannien verlässt ohne Austrittsvertrag und Folgeabkommen die EU. Mit dem sogenannten No-Deal-Szenarien drohen der Wirtschaft auf den britischen Inseln und auf dem Kontinent die schlimmsten Folgen. 

Der Stand der Brexit-Verhandlungen – in 4 Fakten auf den Punkt gebracht.

1. Der Doomsday-Satz: 

► Brüssel und London wollen einen geordneten Austritt Großbritanniens sicherstellen. Aber in einem Dokument der EU-Kommission heißt es, die Bürger, Unternehmen und Mitgliedsstaaten müssten sich auf alle Eventualitäten vorbereiten.

► In fett gedruckter Schrift folgt ein bedrohlicher Satz: “Die Vorbereitungen müssen auf allen Ebenen sofort beschleunigt werden und alle möglichen Ergebnisse in Betracht ziehen.”

► Es ist die Ankündigung des worst case. Ohne Austrittsabkommen gäbe es keine Übergangsfrist. Großbritannien wäre für die EU-Länder ein Drittstaat. Grenzkontrollen, Zölle – und damit erhebliche wirtschaftliche Schäden wären die Folge.

► Laut einer Studie der britischen Regierung würde die Wirtschaft des Landes um 8 Prozent in den folgenden 15 Jahren schrumpfen. Laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag kämen auf deutsche Autobauer dann 2,35 Milliarden Euro an zusätzlichen Zollkosten zu. 2016 exportierte Deutschland Autos im Wert...

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