Brexit-Befürworter gegen verlängerte EU-Fangquoten

Einige Befürworter des Brexit haben vor dem britischen Parlament von einem Boot aus Fische in die Themse gekippt.

Damit protestierten sie gegen die Übergangsfrist, die dem eigentlichen Austritt Großbritanniens aus der EU in einem Jahr folgen soll - und damit vor allem gegen die Regierung, die das ausgehandelt hat.

Diese Frist dauert bis Ende 2020. Die Brexit-Befürworter an Bord wollen aber, dass die britischen Fischer schon früher aus den europäischen Fangquoten ausscheiden können.

Nigel Farage, ihr bekanntester Vertreter, verweist auf den Schellfisch, seinen Lieblingsspeisefisch: Von der EU-Quote stünden britischen Fischern nur neun Prozent zu, sagt er.

Diese könnten aber gar nicht vermeiden, in heimischen Gewässern mehr zu fangen: Also müsse der Rest tot ins Wasser zurückgeworfen werden – eine verrückte Sache, meint Farage.

Farage und seine Mitstreiter befürchten nun, dass in dieser Übergangsfrist bis Ende 2020 hunderte Fischer pleitegehen könnten, weil sie so lange noch den europäischen Fangquoten unterliegen.

Andere Wirtschaftszweige begrüßen dagegen die Übergangsfrist, weil sie ihnen mehr Zeit gibt, um sich auf die Umstellungen nach dem EU-Austritt vorzubereiten.