Brettspiele: Was die Art des Spielens über dich aussagt und welche Spiele am besten zu dir passen

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Spiele sind längst nicht nur für Kinder da und können in Erwachsenen ganz unterschiedliche Bedürfnisse bedienen: Geht es darum, einen lustigen Abend zu verbringen? Oder entwickelst du einen ernsthaften Ehrgeiz und möchtest unbedingt gewinnen? Tatsächlich widmen sich längst auch Forscher der Frage, was die Art und Weise des Spielens über den Charakter verrät.

Mehr Zeit Zuhause - mehr Zeit für Brettspiele! (Bild: Getty Images)

In einer Studie der Universität Bamberg ließen Wissenschaftler um den Organisationspsychologen Christian Wolff rund 200 Spieler in Dreier- und Vierergruppen gegeneinander antreten. Um zu testen, wie sich unterschiedliches Kooperationsverhalten auswirkt, wählten sie mit ”Catan“ extra ein Spiel aus, bei dem man entweder als Einzelkämpfer gegen alle anderen kämpfen oder sich mit seinen Mitspielern verbünden kann.

Persönlicher Profit oder das bestmögliche Ergebnis für die Gruppe?

Alle Probanden mussten vorher einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie zu bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen befragt wurden. Dann begann das Spiel in einer Variante, in der die Nutzung von Erdöl möglich ist. Damit können einzelne Spieler ihre eigene Siedlung vergrößern und ihr persönliches Wachstum steigern. Auf der anderen Seite vergrößert man damit das Risiko einer Ölkatastrophe, die dann der ganzen Gruppe schadet.

Kooperation zahlt sich aus

Das Ergebnis: Die Spieler, die einen starken Machttrieb hatten und diesen auch egoistisch durchsetzten, verursachten am häufigsten einen Ölunfall. Weit weniger oft geschah dies bei Probanden, die mit einer kooperativen Strategie an das Spiel herangingen. Im Endeffekt schnitten die Gruppen, bei denen Spieler nur auf ihren eigenen Erfolg bedacht waren, schlechter ab als solche, in denen kooperiert wurde. Allerdings wurde den egoistischen Spielern im Nachhinein von allen Spielern eine höhere Fähigkeit zur Führung bescheinigt, wohingegen die kooperativen mit besserem Endergebnis als führungsschwach eingestuft wurden.

Die Forscher leiteten daraus die Empfehlung ab, bei neu zu besetzenden Führungsposten mehr Wert auf die Kooperationsfähigkeit von Bewerbern zu legen und auch schon die Ausschreibung entsprechend zu formulieren.

Diese 5 Brettspiele lohnen sich für Einzelkämpfer und Teamplayer

 Ein Spiel, bei dem einem Alleingänge garantiert nichts bringen, ist zum Beispiel ”Codenames“. Gespielt wird in zwei Teams, die aus jeweils dem Geheimdienstchef und seinen Agenten bestehen. Nur die Geheimdienstchefs wissen über die Identitäten all ihrer Agenten Bescheid und versuchen ihrem Team mit Hilfe von Wortkarten Tipps zu geben, so dass am Ende alle Ermittler einer Gruppe zusammenfinden. Eine besondere Schwierigkeit besteht in einem verdeckten Attentäter, dem die Agenten keinesfalls begegnen dürfen.

Das Spiel, das ca. 45 Minuten dauert, ist für Kinder ab 10 Jahren und 3 bis 7 Spieler geeignet.

Auch bei ”Die Legenden von Andor“ kann nur gewinnen, wer ein Teamplayer ist. Das Ziel aller Mitspieler ist es nämlich, das Land Andor gegen die Feinde rund um den bösen König Brandur zu verteidigen. Dafür schlüpfen die Spieler in die Rollen von Zwergen, Kriegern, Bogenschützen und Zauberern, die nur mit vereinten Kräften im Kampf bestehen können.

Das Spiel für 2 bis 4 Spieler kann bis zu eineinhalb Stunden dauern und ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet.

Beim Spiel ”Safehouse“ nach einer Idee des Thriller-Autors Sebastian Fitzek dagegen ist sich jeder selbst der nächste. Nachdem die Spieler Zeugen eines Verbrechens geworden sind, stehen sie nun auf der Opferliste des Mörders und tun alles daran, rechtzeitig das Safehouse zu erreichen, um in Sicherheit zu sein. Gespielt wird auf einem Popup-Spielbrett und wer starke Nerven hat, kann sich den passenden Soundtrack streamen.

Gespielt wird mit 2 bis 4 Spielern ab 12 Jahren, die Spieldauer ist mit 30 Minuten angegeben.

Weit harmloser und auch schon für Kinder ab 5 Jahren geeignet ist ”Funkelschatz“, das Kinderspiel des Jahres 2018. 2 bis 4 Spieler sammeln dabei Funkelsteine in ihrer Farbe ein, die nach und nach aus einer Eissäule purzeln. Wer am Ende die meisten hat, gewinnt. Strategische Überlegungen sind genauso wenig vonnöten wir übertriebener Ehrgeiz, der Familienspaß ist aber sicher. Gespielt werden kann auch immer mal zwischendurch, eine Runde dauert nur ungefähr zehn Minuten.

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”Das verrückte Labyrinth“ ist seit Jahrzehnten ein echter Klassiker, bei dem man nur mit logischem und vorausschauendem Denken weiterkommt. Die 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahren müssen in Gestalt von Hexe, Zauberer, Prinzessin oder Zauberlehrling im Labyrinth versteckte Gegenstände erreichen, indem sie Gänge strategisch clever verschieben. Da jeder nur seine eigenen Ziele kennt, kann man den Mitspielern nicht absichtlich den Weg versperren, gegenseitig helfen kann man sich aber auch nicht.