Brent gibt nach, WTI zieht an

Am Mittwoch hatten Lagerdaten aus den USA die Ölpreise gedrückt - jetzt steigt der Preis für die Nordseesorte Brent wieder leicht. Insgesamt gehen von einer insgesamt schwächeren Rohölnachfrage der Raffinerien aus.


Die Ölpreise haben sich am Freitag uneinheitlich entwickelt. Während der Preis für amerikanisches Leichtöl in der Nähe seines höchsten Standes seit Juni 2015 lag, gab der Preis für europäisches Brent-Rohöl leicht nach. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 63,41 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg dagegen um 41 Cent auf 58,43 Dollar.

Fachleute begründeten den Anstieg beim Preis für amerikanisches Rohöl der vergangenen Tage vor allem mit der teilweisen Stilllegung der großen Ölpipeline „Keystone“. Sie verbindet kanadische Ölfelder mit Raffinerien in den USA. Der Betreiber hatte unlängst mitgeteilt, dass 85 Prozent der Kapazität von insgesamt 590 000 Fass Erdöl je Tag wegen eines Lecks zurzeit nicht zur Verfügung stünden. Das knappere Angebot hebt die Ölpreise.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.