Nach Brendan Frasers Geständnis: James Woods meldet sich zu Wort

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Brendan Fraser hat seine eigene Missbrauchsgeschichte öffentlich gemacht. Kollege James Woods meldet sich nun auf Twitter zu Wort und behauptet, dass seine Karriere ebenfalls unter Golden-Globes-Präsident Philip Berk gelitten habe - allerdings mit anderem Hintergrund.

Nachdem sich Brendan Fraser (49, "Die Mumie") mit einem eigenen Erfahrungsbericht in die Missbrauchsdebatte in Hollywood eingeschaltet hat, bekommt er nun überraschende Rückendeckung von Schauspielkollege James Woods (70). Der hat seine eigenen Erfahrungen mit dem ehemaligen Golden-Globes-Präsidenten Philip Berk gemacht, der Fraser sexuell belästigt haben soll, und nutzt die Gunst der Stunde, um auf Twitter über die Gründe zu spekulieren, weshalb seine eigene Karriere angeblich Schaden genommen hat.

Ähnlich wie Fraser, der in einem Interview mit "GQ" enthüllte, von Berk im Jahr 2003 begrapscht worden zu sein, sei auch er auf eine schwarze Liste gesetzt worden. "Ich kann dieses Interview wärmstens empfehlen", schrieb Woods auf Twitter und teilte einen Link zu dem "GQ"-Artikel. Anders als bei Fraser habe Berk ihn nicht auf eine "grenzwertige" Art und Weise berührt. "Ihm war wohl bewusst, dass ich ihm die Zähne ausgeschlagen hätte, wenn er das versucht hätte."

Bei ihm habe der Boykott seiner Karriere politische Hintergründe gehabt: "Bei einem Presseevent mit der Hollywood Foreign Press Association fragte er, ob ich Hillary Clinton unterstützen würde, wenn sie als Präsidentin kandidieren würde. Ich wurde nie wieder nominiert", erklärte Woods, der zuvor neun Mal für den Golden Globe nominiert gewesen war. Der konservative Schauspieler ist ein offener Unterstützer von US-Präsident Donald Trump (71). Am Ende seines Tweets schickt Woods ein großes Lob an seinen Kollegen Fraser: "Ich bin so froh, dass Brendan Fraser wieder da ist, um uns zu unterhalten. Ich bin ein großer Fan."

Fraser hatte "GQ" erzählt, dass Philip Berk ihm während eines Mittagessens im Jahr 2003 am Hintern begrabscht hatte. Er hatte die Hollywood Foreign Press danach um eine schriftliche Entschuldigung gebeten und fragt sich heute, ob die Organisation, die den Golden Globe verleiht, ihn danach auf eine schwarze Liste gesetzt habe. Berk bestreitet, sich Fraser gegenüber falsch verhalten zu haben.

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