Breitscheidplatz: Untersuchungsausschuss will Aufklärung zum Fall Amri

Polizisten stehen vor dem zerstörten LKW am Breitscheidplatz (Archivbild)

Der Vorsitzende des Berliner Untersuchungsausschusses zum islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt hat Aufklärung über die Rolle eines Polizeispitzels verlangt. Es müsse jetzt dringend geklärt werden, ob der V-Mann der Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen den Attentäter Anis Amri zu dem Anschlag gedrängt oder ob er sich geäußert habe, "wie es in dieser Szene üblich ist", sagte Burkard Dregger (CDU) am Freitag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die Chancen, die zuständigen Polizisten im Düsseldorfer Landeskriminalamt im Berliner Untersuchungsausschuss zu befragen, hält Dregger jedoch für gering. "Zwangsmittel können wir keine anwenden." Die Berliner Sicherheitsbehörden gaben keine Einschätzung der neuen Informationen ab, wollen sich aber durch die Behörden in NRW informieren lassen.

Video: Mindestens zwölf Tote auf dem Weihnachtsmarkt

Die Tragödie auf dem Breitscheidplatz hat zwölf Tote gefordert. 48 Menschen liegen teils schwer verletzt in Krankenhäusern.

Der Polizeispitzel in der Islamistenszene soll nicht nur Informationen geliefert haben, sondern auch den späteren Attentäter Amri zu Terroranschlägen aufgefordert haben. Das berichteten RBB und die Berliner Morgenpost unter Berufung auf mehrere Verteidiger von Islamisten aus der Gruppe um den Hassprediger Abu Walaa. Der Informant des LKA sei häufig mit Amri unterwegs gewesen und habe ihn in seine Unterkünfte gefahren.

Laut einem internen Bericht des NRW-Verfassungsschutzes soll ein Islamist berichtet haben, der V-Mann habe "nach einem zuverlässigen Mann für einen Anschlag mit einem Lkw" gesucht. Der Tunesier Amri hatte am 19. De...

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