Breitscheidplatz: Senat richtet zentrale Anlaufstelle für Terroropfer ein

Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz nach dem Anschlag am 19. Dezember 20016

Der Berliner Senat hat als Konsequenz auf das Attentat auf dem Breitscheidplatz am 19. Dezember vorigen Jahres die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für Opfer und Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen beschlossen. Die Entscheidung fiel am Dienstag nach langem Hin und Her zwischen Justiz- und Finanzverwaltung, wie die Berliner Morgenpost erfuhr.

Aufgabe der zentralen Anlaufstelle soll es zunächst sein, Betroffenen schnellstmöglich qualifizierte Auskünfte zu erteilen und sie in das Hilfenetzwerk der Beratungsstellen zu vermitteln. In enger Abstimmung mit den Sicherheits-, Strafverfolgungs- und Ordnungsbehörden sollen relevante Informationen strukturiert an die Beratungsträger weitergeben und die Aktivitäten des Landes Berlin und des Bundes koordiniert werden. Die Anlaufstelle wird mit vier Stellen besetzt.

Der Fall Anis Amri -- Chronik eines Terroranschlags

Anis Amri: Eine Video-Chronik des bislang schwersten islamistischen Terrorangriffs in Deutschlands.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte der Berliner Morgenpost: "In Situationen wie nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz richten sich die Blicke auf den Täter. Wir schaffen mit der Anlaufstelle nun eine feste Struktur, die umgehend für die Betroffenen da ist. Das ist bundesweit einmalig. Es bleibt zu hoffen, dass die Anlaufstelle wenig zu tun haben wird."

Die "Zentrale Anlaufstelle" soll im Falle eines Terroranschlages in Berlin - oder auch einer anderen Großschadenslage mit einer Vielzahl von Verletzten und möglichen Todesopfern – die Belange der Betroffenen in den Fo...

Lesen Sie hier weiter!