Breitscheidplatz: Neues Mahnmal - Ein Riss im Herzen der Stadt

So soll die Gedenkstätte am Breitscheidplatz für die Opfer des Terroranschlag vom 19. Dezember aussehen

Isabell Jürgens

Noch immer erinnern an der Nordseite der Gedächtniskirche Kerzen, Blumen und selbst gebastelte Plakate an die Opfer des Terroranschlags vom 19. Dezember 2016. Auch am ersten Jahrestag des Attentats auf dem Breitscheidplatz sollen die ganz persönlichen Abschiedsgrüße dort weiter ihren Platz finden – dann allerdings am neuen Mahnmal, das aus Anlass des traurigen Datums enthüllt werden soll. "Nach einer nicht öffentlichen Zeremonie im Kreis der Hinterbliebenen und Verletzten und einer Andacht in der angrenzenden Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist am 19. Dezember eine öffentliche Einweihung geplant", teilte Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung mit.

Das Grobkonzept für den Gedenktag steht

Bei dem schwersten islamistischen Terroranschlag in Deutschland starben zwölf Menschen, fast 70 wurden verletzt. Der Attentäter Anis Amri hatte einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gesteuert. Das Grobkonzept für den Gedenktag stehe, teilte die Staatssekretärin mit. Neben Vertretern der Bundesregierung und des Senats würden auch die Angehörigen der Opfer eingeladen.

Künftig soll mit einem 14 Meter langen, etwa drei Zentimeter breiten und 2,5 bis drei Zentimeter tiefen goldenen Riss auf dem Boden am Anschlagsort an die Getöteten erinnert werden. Die Namen der Opfer und ihre Herkunftsländer (Deutschland, Israel, Italien, Polen, Tschechische Republik und die Ukraine) sollen auf der Vorderseite der Stufen zur Kaiser-Wilhelm-Gedä...

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