Brazzo als Wechselgrund? Michael Reschke kommentiert Spekulationen

Oscar Nolte
90Min

Vormalig Kaderplaner beim FC Bayern München und Liebling von Pep Guardiola, versucht sich Michael Reschke nun als Sportdirektor beim Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart. Böse Zungen brachten diesen Wechsel mit der Installierung Hasan Salihamidzics beim FC Bayern in Verbindung; diesen Spekulationen schiebt Reschke nun aber einen Riegel vor.


Foto: Getty Images

Dass Michael Reschke jemand ist, dessen Weg man genauestens beobachten sollte, wurde spätestens dann klar, als er von Bayer 04 Leverkusen zum FC Bayern München wechselte und dort als Technischer Direktor vorrangig für die Kaderplanung verantwortlich war. Ein Wechsel mit Hand und Fuß, war Reschke in Leverkusen als Manager doch unter anderem für die Transfers von Arturo Vidal, Bernd Leno oder Andre Schürrle verantwortlich. 

Ganz so reibungslos wie unter dem Bayer-Kreuz verlief seine Arbeit an der Isar jedoch nicht. Unter Pep Guardiola noch ein absoluter Liebling an der Säbener Straße, sah Reschke in den vergangenen Monaten viel Land. Der Kaderplaner des deutschen Rekordmeisters musste sich für die Transfers von Medhi Benatia, Sebastian Rode oder Douglas Costa viel Kritik anhören. Sein Schritt zum VfB Stuttgart erscheint nun ein wenig aus der Defensive heraus; etwas mit der Installierung von Hasan Salihamidzic hat dies aber wenig zu tun.

Zeit, aus dem Schatten zu treten


„Es gibt im Leben Chancen, die man einfach ergreifen und Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Und dies trifft jetzt beim VfB Stuttgart exakt zu", bezog Michael Reschke Stellung zu den Spekulationen um den Wechsel und seine Person generell.


Angeblich soll der 59-Jährige beim FC Bayern München das Weite gesucht haben, da er mit 'Brazzo' einem unerfahrenen neuen Sportdirektor unterstellt worden wäre. Diese Gerüchte, so Reschke, entbehren allerdings jeglicher Grundlage.  „Wir haben ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis", betonte er, angesprochen auf die Rolle, die Hasan Salihamidzic bei seiner Entscheidung gespielt hat, gegenüber Bild.

Dass Michael Reschke die Segel wegen Hasan Salihamidzic streicht, ist nur schwer vorstellbar. Der 59-Jährige, der in der Vergangenheit viele Lorbeeren ernten konnte, ist eher bereit aus dem Schatten zu treten; diese Gelegenheit bietet ihm nun der VfB Stuttgart. Bei den Schwaben unterzeichnete Reschke einen Dreijahresvertrag.