Brasilianischer Trainer verteidigt Neymar nach Elfer-Zoff mit Cavani: Er will nur wie CR7 und Messi sein

Der Streit bei Paris Saint-Germain zwischen Cavani und Neymar schlug hohe Wellen. Nun meldet sich auch Liga-Konkurrent Olympique Marseille zu Wort.

Zunächst stritten Neymar und Edinson Cavani beim 2:0-Sieg von Paris Saint-Germain gegen Lyon vergangenes Wochenende um die Ausführung eines Freistoßes, dann um einen Elfmeter. In der Kabine soll es zu einem heftigen Streit gekommen sein, Neymar sogar den Abschied Cavanis fordern.

Dem Brasilianer wird daher Arroganz vorgeworfen. Ausgerechnet einer, der einst behauptete, man ziehe sich mit Neymar ein "Monster im brasilianischen Fußball" heran, stellte sich nun verteidigend hinter den 25-jährigen Superstar.

"Ich denke, dass ihm jemand versprochen hat, dass er bei PSG zum besten Spieler der Welt werden kann", sagte Rene Simoes exklusiv gegenüber Goal. Der 64-Jährige war 2010 mit seinem damaligen Verein Atletico Goianiense auf den FC Santos getroffen. In jenem Spiel holte der damals 18-jährige Neymar einen Elfmeter heraus und wollte ihn selbst ausführen, Santos-Trainer Dorival Junior bestand aber darauf, dass ein erfahrenerer Spieler den Strafstoß ausführt.

Neymar war daraufin außer sich, warf eine Wasserflasche durch die Luft und seinem Coach Beleidigungen an den Kopf. Im Anschluss an das Spiel sprach Simoes dann von einem Monster, hat nun aber Verständis für Neymar: "Der Beste der Welt macht das Gleiche wie Cristiano Ronaldo. Eckball, Kopfball, Freistoß, Elfmeter ... alles. Für Messi gilt das Gleiche. Ich denke, sie haben ihm versprochen, dass er für alles verantwortlich zeichnet", so Simoes.

Die Schuld für den Streit zwischen Neymar und Cavani liege derweil bei dem, der sich über Absprachen hinweggesetzt hat. "Der Trainer muss entscheiden. Falls er entschieden hat, dass es Cavani ist, dann ist Neymar schuld. Falls er Neymar gewählt hat, ist Cavani schuld. Und sollte er gar niemanden ausgewählt haben, liegt die Schuld bei Unai Emery."