Brantner begrüßt Verlängerung der Wasserstoffleitung H2Med nach Deutschland

Die Parlamentarische Staatssekretärin Franziska Brantner (Grüne) hat den geplanten Ausbau der Wasserstoffleitung zwischen Barcelona und Marseille bis nach Deutschland begrüßt. Die Einigung beim deutsch-französischen Ministerrat sei ein "Meilenstein für eine neue europäische Infrastruktur der Zukunft", betonte die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium am Montag in Berlin. "Wir wollen den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft gemeinsam vorantreiben", sagte Brantner.

Die Verlängerung der geplanten Leitung H2Med hatte der deutsch-französische Ministerrat am Sonntagabend beschlossen. Das Vorhaben ist eine Kompromisslösung, nachdem Frankreich sich gegen eine Pipeline aus Spanien durch die Pyrenäen gewehrt hatte. Durch H2Med soll grüner Wasserstoff aus Spanien und Portugal fließen.

Deutschland und Frankreich wollen außerdem eine "hochrangige Arbeitsgruppe" zum Thema Wasserstoff auf Ministeriumsebene einsetzen, um bis Ende April "strategische Entscheidungen" zu entwickeln.

In der gemeinsamen Erklärung ist von "kohlenstoffarmem Wasserstoff" die Rede, was auch den mithilfe von Atomstrom produzierten Wasserstoff einbezieht. Deutschland möchte in erster Linie "grünen" Wasserstoff nutzen, der mit erneuerbaren Energien produziert wird. Frankreich hingegen will die Wasserstoffproduktion mithilfe von Atomkraft hochfahren.

kol/ilo