Brandschutz bei Hochhäusern soll häufiger überprüft werden

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei vor dem geräumten Gebäude in Wuppertal. Foto: Holger Battefeld

Nach der Räumung eines Hochhauses in Wuppertal wollen die Länder jetzt zügig weitere brandgefährdete Gebäude im Bundesgebiet ausfindig machen. Die Bauministerkonferenz werde «kurzfristig erheben, wo es solche Bauten geben kann», sagte Bundesbauministerin Barbara Hendricks.

Sie habe deswegen bereits mit dem Vorsitzenden der Konferenz gesprochen, Sachsen-Anhalts Landesminister Thomas Webel (CDU). Eine Sprecherin sagte, das Bundesbauministerium werde «den Bundesländern vorschlagen, die zurzeit sechsjährige Überprüfungsfrist für diese Dämm- und Brandschutzvorgaben zu verkürzen».

Die Fassadenverkleidung des Wuppertaler Hauses gilt als feuergefährdet. Es stamme aus den späten 50er Jahren, sagte Hendricks. Vergleichbare Gebäude müssten den kommunalen Behörden bekannt sein. Der Bund habe keine eigenen Kenntnisse.

Man werde überlegen müssen, ob man die Abstände der regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen verkürze, sagte SPD-Politikerin Hendricks. Sie appellierte an die Besitzer der Häuser, mit den Bauordnungsbehörden gemeinsam rasch zu handeln. Deutschland setze sich auf EU-Ebene dafür ein, mit der neuen Bauprodukte-Richtlinie die in der Bundesrepublik geltenden Standards nicht zu lockern. Es sehe «erfolgversprechend aus», dass der Entwurf noch einmal geändert werden.

Die Auflagen für brennbare Dämmstoffe waren 2007 verabschiedet worden.