Brandenburg rüstet zum Kampf gegen Wildschweine

Das Land Brandenburg rüstet sich zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest für den Kampf gegen die Wildschweine

Das Land Brandenburg rüstet sich zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest für den Kampf gegen die Wildschweine. Das Land plane den Einsatz von Nachtsichtgeräten und künstlicher Beleuchtung, obwohl das bislang nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz verboten sei, berichtete der "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Für den Ernstfall stünden Saufänger sowie Container für Kadaver bereit. Auch der Einsatz von Berufsjägern sei geplant.

Die Jäger tun sich dem Bericht zufolge schwer, die Wildschweine zu erlegen, obwohl Schonzeiten aufgehoben wurden und Abschuss- beziehungsweise Auffindprämien gezahlt werden. Seit Ende Januar seien Drückjagden mit Hunden und Treibern verboten, um die Bachen mit ihren Frischlingen nicht zu stören, sagte der Sprecher des Deutschen Jagdverbands, Torsten Reinwald, der Zeitung.

Auen und Schilfwälder seien beliebte Verstecke für die Tiere, in vielen Naturschutzgebieten ist die Jagd verboten. "Wir werden der Lage nicht Herr", sagte Reinwald.

Die Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, breitet sich seit einigen Jahren über Russland und das Baltikum in Richtung Westeuropa aus. Für Menschen ist das Virus nicht ansteckend. Allerdings fürchtet die Landwirtschaft Milliardenschäden und eine Existenzkrise für viele Unternehmen, sollte die Afrikanische Schweinepest in Deutschland ausbrechen.