Brandenburg: Kälber gestohlen und einfach abtransportiert

Rinderzüchter Daniel Schacht

Baruth.  Daniel Schacht sitzt an einem Tisch im Pausenraum seines Landwirtschaftsbetriebes in Baruth und kann es immer noch nicht fassen. "Was mich wirklich fertigmacht, ist, dass ich von Berufskollegen bestohlen wurde", sagt Schacht. In der Nacht zum 8. Oktober war er bis um Mitternacht im Betrieb, weil eine Maschine kaputt war. Als die ersten Mitarbeiter um 2.30 Uhr erschienen, liefen Kühe durch das Gelände. Einen Moment später stellten sie fest, dass 56 Kälber fehlten – aufgeladen und abtransportiert in weniger als drei Stunden. Die Jungtiere waren zwischen vier und 90 Tage alt. Außerdem nahmen die Täter eine Melkmaschine und eine Palette Trockenfutter mit. Ein Kalb hatten die Diebe zurückgelassen – es war das einzig kranke der jungen Tiere.

"Es müssen Landwirte oder Viehhändler gewesen sein", vermutet Schacht daher. Es war bereits der fünfte Diebstahl im Betrieb in vier Jahren. Zwei Mal nahmen die Täter teure Landwirtschaftsmaschinen mit, einmal stahlen sie Futter und jetzt zum zweiten Mal Tiere. Vor einem Jahr hatten bislang unbekannte Täter schon einmal 19 Kälber bei ihm gestohlen. Der Schaden für seinen Betrieb liegt inzwischen bei mehr als 100.000 Euro. Eine Versicherung hat ihn bereits rausgeworfen, die neue zeigte bislang mehr Verständnis.

In den vergangenen Monaten meldeten Brandenburger Landwirte vermehrt derartige Viehdiebstähle. Die Polizei hat daraufhin Anfang des Jahres die "Soko Koppel" eingerichtet. Sechs Polizeibeamte ermitteln derzeit in zehn Fällen – bislang allerdi...

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